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Wer weiß heute noch was „Knödeln“ bedeutet? Es ist das Fußballspielen mit reduzierter Mannschaft auf einem geräumten Ruinengrundstück, der Straße oder der Parkanlage. Nun gibt es heute keine Ruinengrundstücke mehr, das Spielen auf der Straße ist lebensgefährlich und das Betreten des Rasens ist strengstens verboten. Schade! Ich habe beim Knödeln viel gelernt: Respekt, Toleranz und Fairness. Wo auch immer sich eine Gruppe von Jungen traf – Mädchen waren damals äußerst selten bereit mitzuspielen – spielte man Fußball. Zwei Jacken bildeten ein Tor. Dann wurde gewählt, gerecht nach Leistungsvermögen, so dass auch der Schwächere eine Chance hatte. Einen Schiedsrichter brauchten wir nicht. Drei Ecken waren ein Elfer. Jeder achtete darauf, die Regeln einzuhalten und den Gegner nicht zu verletzen. Und wenn es doch einmal im „Eifer des Gefechts“ passierte, hatten wir ein schlechtes Gewissen und entschuldigten uns. So etwas wie ein „taktisches Foul“ gab es nicht. Heute braucht man drei Schiedsrichter, einen vierten „Offiziellen“ und nach Möglichkeit auch noch den Videobeweis. Es geht nichts mehr ohne Schiedsrichter, vielleicht noch beim Tennis bis zur Landesliga. Auch im Segelsport geht nichts mehr ohne Schiedsrichter. Da können sich noch so viele zum Segeln verabreden, wenn es um eine Yardstick-Wettfahrten geht oder um Ranglistenpunkte, braucht es eine Wettfahrtleitung und einen Schiedsrichter. Wer also Regatten segeln will, sollte auch dafür sorgen, dass das notwendige Personal dafür vorhanden ist. Also Segler, überwindet euch und meldet euch an zum Wettfahrtleiter- oder Schiedsrichter-Lehrgang. Das Beobachten als Verantwortlicher einer Wettfahrt ist ebenso spannend und lehrreich, wie die Teilnahme selbst. Am Ende ist ein Verein mit dem besten Vorstand nichts, wenn er seinen Selbstzweck, nämlich Segelsport zu betreiben, mangels einer Wettfahrt-Leitung nicht erfüllen kann. Termine für Wettfahrtleiter- oder Schiedsrichter-Lehrgänge erfahrt ihr bei unserem Obmann, Jens Lübeck.

Peter Reckmann

Unser Endspurt mit Kurs Rio de Janeiro ist eingeläutet

2016 49er 05Berlin/Hamburg (5. April 2016). Es ist der Meilenstein vor dem Gipfelsturm: Wir haben uns für die Olympischen Spiele 2016 qualifiziert, konnten uns im Kampf um die Fahrkarte nach Rio de Janeiro gegen unsere nationalen Konkurrenten durchsetzen! Nach 15 Jahren in einem Boot und acht gemeinsamen Jahren im 49er sind die Weichen gestellt: Wir haben alle Bedingungen für die Teilnahme an der olympischen Regatta vom 8. bis zum 18. August erfüllt (49er: 12. bis 18. August) und dürfen hoffen, am 31. Mai auf Vorschlag des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) vom Deutschen Olympischen Sportbundes nominiert zu werden.

Hinter uns liegt ein langer Weg, vor uns die größte Herausforderung für olympische Leistungssportler. Wir haben uns viel vorgenommen, wollen in Rio um eine Medaille kämpfen. Wir glauben, dass wir das Zeug dazu haben und werden die verbleibenden 120 Tage intensiv dafür nutzen, uns die bestmögliche Ausgangsposition dafür zu verschaffen.

Der letzte Teil der 49er-Ausscheidung fand bei der Trofeo Princesa Sofía vor Mallorca statt. Wir hatten mit Justus Schmidt und Max Boehme starke Gegner im Kampf um die Olympia-Fahrkarte. Sie haben uns gefordert, waren und sind uns Sparring-Partner und Freunde, denen wir für ein beflügelndes und faires Duell danken! Justus und Max werden uns auf dem Weg nach Rio weiter begleiten. Die Trainingsgruppe, zu der auch das dänische Team von Olympiasieger Jonas Warrer gehört, hat uns in die Weltspitze geführt. Wir werden uns auf dieser Position aber nicht ausruhen, sondern weiterarbeiten und uns für die Spiele in die bestmögliche Ausgangsposition bringen.

Nach fünf Jahren aktive J24-Szene mit Avalancha blicken wir zurück auf eine wunderbare Zeit. Es gab Höhen und Tiefen... sich zu finden ist nicht immer einfach. Besonders dann, wenn man aus einer Ein- oder Zweihandklasse kommt, ist aller Anfang schwer. Wir haben uns gefunden, erreichten persönliche Ziele und haben nie den Spaß aus den Augen verloren.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmal bei allen Mitgliedern des Tegeler Segel-Clubs für die Unterstützung dieses Projekts bedanken. Wir wissen den Einsatz einzelner Personen sehr zu schätzen und danken Ihnen, dass sie uns immer wieder an geeigneter Stelle mit Ihren Taten und Worten unterstützt und motiviert haben.

2016 49er 01Unser Olympia-Jahr hat begonnen!

Neue Saison, neue Herausforderungen

Das Jahr 2015 war einfach fantastisch! Wir lieferten mit insgesamt fünf Medaillen unsere bislang beste Saison ab. Besonders geprägt haben uns die Pre-Olympics in Rio mit Bronze, der Weltcup in Frankreich ebenfalls mit Bronze und die „Princess Sofía Trophy“ auf Mallorca, bei der wir als Zweite so dicht wie noch nie an die Überflieger unserer Bootsklasse, die Neuseeländer Peter Burling/Blair Tuke, herankamen. Mit dem 5. Platz bei der Weltmeisterschaft in Argentinien schlossen wir ein wirklich grandioses Jahr erfolgreich ab.

Die Saison war extrem lang und die kommende wird noch intensiver, sodass wir uns dazu entschieden, die ersten zwei Januarwochen Pause zu machen und die Zeit mit Fitnesstraining in der Heimat zu verbringen. Jetzt ist das Olympia-Jahr endlich da. Wir blicken gespannt auf die nächsten Monate, die unvergesslich werden sollen. Alles begann letzte Woche mit der WM in Florida…

WM Florida – Was für eine mördermäßige Welle!
Top 10 bestätigt, aber noch Luft nach oben…

Im Tagesspiegel las ich, dass auf dem Gelände der Oberflächenwasser-Aufbereitungsanlage (OWA) ein 21 Meter hoher Turm errichtet worden ist, der 67 Tonnen Aktivkohle enthält. Er soll das Wasser des Nordgrabens und des Tegeler Sees von schädlichen Stoffen befreien, die von der bisher betriebenen Anlage nicht zurückgehalten werden,. Es handelt sich im wesentlichen um Reste von Medikamenten, deren Wirkstoffe aus dem Wasser mit der Aktivkohle herausgefiltert werden. Ein Beispel sind die rezeptfrei verkauften Salben (Voltaren, Diclo u.a.), welche den Wirkstoff Diclofenac enthalten. Die Reste gelangen beim Waschen oder Duschen in das Abwasser. Auch Hormone und Antibiotika werden entfernt. Die A-Kohle wird anschliessend mit den Rückständen verbrannt. Das zunächst bis Oktober geplante Experiment gehört zum Grossvorhaben „Askuris“, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird.

Eine weitere wirksame Methode zur Reinigung von unerwünschten Stoffen ist die Behandlung mit Ozon. Sie ist energieaufwändig und daher teuer. Ihre Wirksamkeit wird geprüft.

Wer mehr über das Vorhaben wissen möchte, kann dies im Tagesspiegel vom 18.02.2016 unter „Berlin/Brandenburg“ oder im Umweltschaukasten nachlesen.

Wolfgang Hertel

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