Hier finden Sie die Online-Ausgabe des TSC-Rundschreibens, nicht alle Artikel sind öffentlich. Die druckbare Version des Rundschreibens und alle älteren Ausgaben stehen ebenfalls nur TSCern im Mitgliederbereich zur Verfügung.

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Eine (fast) perfekte Generalprobe

2015 49er 14Endlich war es soweit, wir konnten auf dem olympischen Segelrevier gegen die 20 besten Teams der 20 besten Nationen antreten und erste Eindrücke sammeln, wie es 2016 bei den Olympischen Spielen ablaufen könnte. Für den Veranstalter war es eine Art Generalprobe um alle Prozesse durchzuspielen und mögliche Probleme zu identifizieren. Alles war exakt wie es in genau einem Jahr sein wird.

Anders als gewohnt gab es durchweg nur ein Feld ohne weitere Unterteilung in Gruppen und wir segelten auf den selben Regattabahnen. Auch der Zeitplan würde identisch sein. Obwohl die jährliche Windstatistik für August er laue Bedingungen vorhersagt, erwarteten uns 6 spannende Tage mit frischem Wind.

Unser Einstieg verlief wie bereits öfter in dieser Saison schleppend. Wir starteten mit durchwachsenen Ergebnissen in die Serie und beendeten den ersten Tag nur an Position 14. Wohlwissend dass wir in der Lage sind aus solchen Situationen zu wachsen, gingen wir motiviert in den zweiten Regattatag. Und bei anspruchsvollen Segelbedingungen ist dann auch endlich der Knoten geplatzt, wir sind zu unserer alten Form zurückgekehrt! Wir bewiesen ein gutes Auge und fuhren mit 1, 3 und 3 auf Platz 5 des Gesamtklassements vor.

Die erste Entscheidung für Rio 2016

2015 49er 12Vor ein paar Tagen haben wir unsere erste Ausscheidungsregatta für die Olympischen Spiele 2016 beendet. Mit einem 8. Platz in der Gesamtwertung und als 6. Europäisches Team ersegelten wir in Porto zwar ein gutes Ergebnis, für unsere Qualifikation für Rio 2016 ist es jedoch noch nicht ausreichend. Daher haben wir unseren Urlaub erst einmal auf uns zu kommen lassen, einiges verarbeitet und möchten euch nun, etwas später als gewohnt, von der Regatta berichten.

Jetzt sind wir schon so lange dabei und immer wieder stehen wir vor neuen Herausforderungen. Routine und Erfahrungen sind so wichtig, aber man darf nie seine Flexibilität für neue Situationen verlieren. Bereits der erste Regattatag lehrte uns das, denn wechselhafte Bedingungen und Geschwindigkeitsprobleme erschwerten es uns, unsere Stärken gezielt auszuspielen. Wir starteten mit vier nicht zufriedenstellenden Ergebnissen in die Regatta.

Am zweiten Tag erkämpften wir uns dann zwar drei sehr gute Ergebnisse, aber die Top Ten blieben noch in weiter Ferne. Unsere Speedprobleme hatten wir mittlerweile in den Griff bekommen, aber die schwierigen Bedingungen ließen uns einfach nicht richitg in Tritt kommen. Wir verbesserten uns zwar ständig, aber den schlechten Einstieg konnten wir bis zum Schluss nicht vollständig ausbügeln.

Hinzu kam am Abend des 4. Tages noch ein nervlich stark belastender Protest durch die Wettfahrtleitung gegen uns und das 49er FX Team Victoria Jurczok und Anika Lorenz. Unsere Gennakerbäume wurden aufgrund einer falschen Lackierung als regelwidrig eingestuft. Uns fiel ein großer Stein vom Herzen als wir erfuhren, dass es bei einer Verwarnung blieb. Eine Disqualifikation hätte uns in der Olympiaqualifikation sehr weit zurück geworfen.

2015 49er 11Nach einem hart erkämpften 2. Platz bei der Kieler Woche sind wir nun in Porto und bereiten uns auf die Euporameisterschaft vor. Hier können wir die ersten Punkte die Qualifikation zu den Olympischen Spiele in Rio einsegeln. Außerdem gilt es unseren Titel aus 2014 zu verteidigen. Es geht also um einiges, drückt uns die Daumen und bleibt dran!

Um ein paar Eindrücke der aktuellen Geschehennisse zu bekommen, hier einige interessante Links.

Reportage Vision Gold, N24 (TOP!)
Highlight Video Kieler Woche
Kieler Woche Special, SAT.1
Schleswig Holstein 18 Uhr, NDR

neues von uns gibt es nach der EM, wir freuen uns drauf.

Bis bald,

Tomi und Erik

75 jahre pirat webZwei Jahre ist es nun her, dass wir im TSC das 75jährige Jubiläum der Piratenklasse gefeiert haben. Der eigens dazu eingerichtete Webauftritt wird nun geschlossen, die Inhalte werden archiviert.

Die wichtigsten Beiträge, Fotos und die Ergebnisse bleiben hier auf den Seiten des TSC erhalten. Eine Übersicht findet Ihr hier.

 

Ergebnisse

Endergebnis Piraten (inkl. Jugendmannschaften für Ranglistenwertung)
Endergebnis Piraten Jugendmannschaften
Endergebnis Holz-Piraten

Berichte

So war es im TSC (TSC-Öffentlichkeitsarbeit, Linda van der Wal)
75 Jahre Pirat – einmal Pirat immer Pirat! (Carsten Jansen & Jan Schebeko)
Teilnehmerberichte

Fotos

TSC-Bildergalerie 75 Jahre Pirat (Auswahl, 30 Bilder)

  • 2013_pirat_75_01
  • 2013_pirat_75_02
  • 2013_pirat_75_03
  • 2013_pirat_75_04
  • 2013_pirat_75_05
Fotos von Horst KaufmannFotos von Horst Kaufmann (Picasa) 

Videos

Aqua TV (www.aqua-tv.de)
Video von Horst Kaufmann (Youtube)
Video von Murat Suntay (Youtube)

Presse

Der Tagesspiegel (08.05.2013)
Der Nordberliner (16.05.2013)
Berliner Morgenpost (18.05.2013)

Im Mai bereiten sich unsere Seesegler wieder vor auf den großen Törn über die Ostsee, rüsten ihre Schiffe aus und werden bald in See stechen. Sie tragen eine hohe Verantwortung für sich und vor allen für ihre Crew. Theodor Fontane hat über diese Verantwortung und Selbstlosigkeit eine viel zitierte Ballade geschrieben.

JOHN MAYNARD
John Maynard!
„Wer ist John Maynard ?"

„John Maynard war unser Steuermann,
Aushielt er, bis er das Ufer gewann,
Er hat uns gerettet, er trägt die Kron',
Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard."

Die „Schwalbe" fliegt über den Eriesee,
Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee,
Von Detroit fliegt sie nach Buffalo -
Die Herzen aber sind frei und froh,
Und die Passagiere mit Kindern und Frau'n
Im Dämmerlicht schon das Ufer schau'n,
Und plaudernd au John Maynard heran
Tritt alles: „Wie weit noch, Steuermann?"
Der schaut nach vorn und schaut in die Rund:
„Noch dreißig Minuten. . . halbe Stund'."
Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei –
Da klingt's aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
„Feuer !" war es, was da klang,
Ein Qualm aus Kajüt' und Luke drang,
Ein Qualm, dann Flammen lichterloh,
Und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.

Und die Passagiere, buntgemengt,
Am Bugspriet steh'n sie zusammengedrängt,
Am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,
Am Steuer aber lagert sich's dicht,
Und ein Jammern wird laut: „Wo sind 'wir? wo?"
Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo. -
Der Zugwind wächst, doch die Qualinwolke steht,
Der Kapitän nach dem Steuer späht,
Er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
Aber durchs Sprachrohr fragt er an:
„Noch da, John Maynard?" „Ja, Herr. Ich bin."
„Auf den Strand! In die Brandung!" „Ich halte drauf hin."
Und das Schiffsvolk jubelt: „Halt aus! Hallo!"
Und noch zehn Minuten bis Buffalo. - -

„Noch da, John Maynard?" Und Antwort schallt's
Mit ersterbender Stimme: „Ja, Herr, ich halt's!"
Und in die Brandung, was Klippe, was Stein,
Jagt er die „Schwalbe" mitten hinein.
Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so.
Rettung: der Strand von Buffalo

Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt.
Gerettet alle. Nur einer fehlt!

Alle Glocken geh'n; ihre Töne schwell'n
Himmelan aus Kirchen und Kapell'n,
Ein Klingen und Läuten, sonst schweigt die Stadt,
Ein Dienst nur, den sie heute hat:
Zehntausend folgen oder mehr,
Und kein Aug' im Zuge, das tränenleer.
Sie lassen den Sarg in Blumen hinab,
Mit Blumen schließen sie das Grab,
Und mit gold'ner Schrift in den Marmorstein
Schreibt die Stadt ihren Dankspruch ein:

„Hier ruht John Maynard! In Qualm und Brand
Hielt er das Steuer fest in der Hand,
Er hat uns gerettet, er trägt die Kron',
Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard."

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