Hier finden Sie die Online-Ausgabe des TSC-Rundschreibens, nicht alle Artikel sind öffentlich. Die druckbare Version des Rundschreibens und alle älteren Ausgaben stehen ebenfalls nur TSCern im Mitgliederbereich zur Verfügung.

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2015 49er 11Nach einem hart erkämpften 2. Platz bei der Kieler Woche sind wir nun in Porto und bereiten uns auf die Euporameisterschaft vor. Hier können wir die ersten Punkte die Qualifikation zu den Olympischen Spiele in Rio einsegeln. Außerdem gilt es unseren Titel aus 2014 zu verteidigen. Es geht also um einiges, drückt uns die Daumen und bleibt dran!

Um ein paar Eindrücke der aktuellen Geschehennisse zu bekommen, hier einige interessante Links.

Reportage Vision Gold, N24 (TOP!)
Highlight Video Kieler Woche
Kieler Woche Special, SAT.1
Schleswig Holstein 18 Uhr, NDR

neues von uns gibt es nach der EM, wir freuen uns drauf.

Bis bald,

Tomi und Erik

75 jahre pirat webZwei Jahre ist es nun her, dass wir im TSC das 75jährige Jubiläum der Piratenklasse gefeiert haben. Der eigens dazu eingerichtete Webauftritt wird nun geschlossen, die Inhalte werden archiviert.

Die wichtigsten Beiträge, Fotos und die Ergebnisse bleiben hier auf den Seiten des TSC erhalten. Eine Übersicht findet Ihr hier.

 

Ergebnisse

Endergebnis Piraten (inkl. Jugendmannschaften für Ranglistenwertung)
Endergebnis Piraten Jugendmannschaften
Endergebnis Holz-Piraten

Berichte

So war es im TSC (TSC-Öffentlichkeitsarbeit, Linda van der Wal)
75 Jahre Pirat – einmal Pirat immer Pirat! (Carsten Jansen & Jan Schebeko)
Teilnehmerberichte

Fotos

TSC-Bildergalerie 75 Jahre Pirat (Auswahl, 30 Bilder)

  • 2013_pirat_75_01
  • 2013_pirat_75_02
  • 2013_pirat_75_03
  • 2013_pirat_75_04
  • 2013_pirat_75_05
Fotos von Horst KaufmannFotos von Horst Kaufmann (Picasa) 

Videos

Aqua TV (www.aqua-tv.de)
Video von Horst Kaufmann (Youtube)
Video von Murat Suntay (Youtube)

Presse

Der Tagesspiegel (08.05.2013)
Der Nordberliner (16.05.2013)
Berliner Morgenpost (18.05.2013)

Im Mai bereiten sich unsere Seesegler wieder vor auf den großen Törn über die Ostsee, rüsten ihre Schiffe aus und werden bald in See stechen. Sie tragen eine hohe Verantwortung für sich und vor allen für ihre Crew. Theodor Fontane hat über diese Verantwortung und Selbstlosigkeit eine viel zitierte Ballade geschrieben.

JOHN MAYNARD
John Maynard!
„Wer ist John Maynard ?"

„John Maynard war unser Steuermann,
Aushielt er, bis er das Ufer gewann,
Er hat uns gerettet, er trägt die Kron',
Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard."

Die „Schwalbe" fliegt über den Eriesee,
Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee,
Von Detroit fliegt sie nach Buffalo -
Die Herzen aber sind frei und froh,
Und die Passagiere mit Kindern und Frau'n
Im Dämmerlicht schon das Ufer schau'n,
Und plaudernd au John Maynard heran
Tritt alles: „Wie weit noch, Steuermann?"
Der schaut nach vorn und schaut in die Rund:
„Noch dreißig Minuten. . . halbe Stund'."
Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei –
Da klingt's aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
„Feuer !" war es, was da klang,
Ein Qualm aus Kajüt' und Luke drang,
Ein Qualm, dann Flammen lichterloh,
Und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.

Und die Passagiere, buntgemengt,
Am Bugspriet steh'n sie zusammengedrängt,
Am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,
Am Steuer aber lagert sich's dicht,
Und ein Jammern wird laut: „Wo sind 'wir? wo?"
Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo. -
Der Zugwind wächst, doch die Qualinwolke steht,
Der Kapitän nach dem Steuer späht,
Er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
Aber durchs Sprachrohr fragt er an:
„Noch da, John Maynard?" „Ja, Herr. Ich bin."
„Auf den Strand! In die Brandung!" „Ich halte drauf hin."
Und das Schiffsvolk jubelt: „Halt aus! Hallo!"
Und noch zehn Minuten bis Buffalo. - -

„Noch da, John Maynard?" Und Antwort schallt's
Mit ersterbender Stimme: „Ja, Herr, ich halt's!"
Und in die Brandung, was Klippe, was Stein,
Jagt er die „Schwalbe" mitten hinein.
Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so.
Rettung: der Strand von Buffalo

Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt.
Gerettet alle. Nur einer fehlt!

Alle Glocken geh'n; ihre Töne schwell'n
Himmelan aus Kirchen und Kapell'n,
Ein Klingen und Läuten, sonst schweigt die Stadt,
Ein Dienst nur, den sie heute hat:
Zehntausend folgen oder mehr,
Und kein Aug' im Zuge, das tränenleer.
Sie lassen den Sarg in Blumen hinab,
Mit Blumen schließen sie das Grab,
Und mit gold'ner Schrift in den Marmorstein
Schreibt die Stadt ihren Dankspruch ein:

„Hier ruht John Maynard! In Qualm und Brand
Hielt er das Steuer fest in der Hand,
Er hat uns gerettet, er trägt die Kron',
Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard."

World Cup Hyères - Ein kleines "Happy End"

2015 49er 06In der vergangenen Woche fand in Hyères der 2. Weltcup der Saison statt. An dieser Regatta durften nur die besten 30 der Welt und 10 weitere Teams, welche sich zuvor bei der Princess Sofia Trophy auf Mallorca  qualifizieren mussten, teilnehmen. Es stand uns eine neue Herausforderung bevor, denn es sollten alle Boote in einer Gruppe starten, ohne die gewohnte Aufteilung in Gelb-/Blau- und später Gold-/Silbergruppe. Es war also bis zum Medalrace am letzten Tag alles möglich. Eine abwechslungsreiche Woche stand uns bevor.

Am ersten Tag fiel uns der Einstieg in die Regatta schwer, bereits am Start unterliefen uns kleine Fehler, welche sich auch im Ergebnis der Wettfahrten widerspiegelten. Bei einem solch starken und großen Feld schenkt sich niemand etwas und es war deutlich schwieriger aufzuholen als wir es gewohnt waren. Eher unzufrieden aber trotzdem motiviert beendeten wir den ersten Regattatag auf Platz 29.

2015 49er 07Mit dem Ziel unsere Fehler vom Vortag auszumerzen, gingen wir erwartungsvoll und hochkonzentriert in den zweiten Tag. Direkt im ersten Rennen passierte dann das Unerwartete: Unsere Saling brach an der ersten Gate-Marke! Wir mussten die erste Wettfahrt abbrechen und an Land geschleppt werden. Glücklicherweise waren die deutschen 49erFX Frauen und ihre Trainer Max Groy und Tobias Schadewaldt noch im Hafen. Unser Trainer informierte alle noch auf dem Wasser. Als wir die Sliprampe erreichten, standen alle schon mit dem neuen Mast bereit und es ging sofort ein ameisenartiges Gewusel los. Jeder drehe an irgendeiner Schraube oder knotete Seile zusammen. In unglaublichen 12 Minuten wurde unser Mast komplett gewechselt und wir fuhren mit einem top getrimmten Rigg wieder aus dem Hafen. Als wir um die Molenspitze bogen, war die zweite Wettfahrt des Tages noch nicht gestartet! Wir könnten es also schaffen an den Start zu gehen. Als wir an der Startlinie ankamen hatten wir sogar noch eine Minute und 30 Sekunden - es reichte gerade so!

Joachim Ringelnatz: Meine alte Schiffsuhr

In meinem Zimmer hängt eine runde,
alte,  achteckige Segelschiffsuhr.
Sie schlägt weder Glasen noch Stunde,
sie schlägt, wie sie will, und auch nur,
wann sie will. Die Uhrmacher gaben
sie alle ratlos mir zurück;
sie wollten mit solchem Teufelsstück
gar nichts zu tun haben.

Und gehe sie, wie sie wolle,
ich freue mich, weil sie noch lebt.
Nur schade, dass nie eine tolle
Dünung sie senkt oder hebt
oder schüttert. Nein, sie hängt sicher
geborgen. Doch in ihr kreist
ein ruhelos wunderlicher
Freibeuter-Klabautergeist.

Nachts, wenn ich still vor ihr hocke.
Dann höre ich mehr als Ticktack.
Dann klingt was wie Nachtglocke
und ferner Hundewachenschnack.
Und manche Zeit versäume
ich vor der spukenden, unkenden Uhr,
indem ich davon träume,
wie ich mit ihr nach Westindien fuhr.

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