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Osterbericht vom Trainingslager Warnemünde

Wir kamen alle so ungefähr gleich in Warnemünde an. Es war an diesem Tag sehr viel in dem nicht gerade kleinem Hafen los. Wir luden die Boote ab, stellten sie auf den Steg , und trugen unsere Taschen nach oben in das Haus. Dann räumten wir im schnellverfahren die Zimmer ein, und gingen danach runter zu den Booten. Die Optis bauten die Segel auf, und trugen sie in den Trockenraum. Die Teenys suchten ihre Sachen aus dem Hänger, und trugen sie zu ihren Booten. Dann war es auch schon Zeit zum Abendbrot. Nach dem Abendessen gingen alle auf den Steg um die zwei neuen Teenys zu taufen.

Wir haben es geschafft!!!

Unser einziges großes Ziel für dieses Jahr war die Qualifikation für den A-Kader in der kommenden Saison 2002. Zwei Möglichkeiten hatten wir. Die erste, Top 3 bei der Europameisterschaft im Juli vor Dublin, erschien uns von vornherein etwas unrealistisch. Die Zweite sollte dafür schon eher zu packen sein ( Top 10 bei der WM). So konzentrierten wir uns das ganze Jahr über auf unseren letzte und größten Höhepunkt, die Weltmeisterschaft vom 9.- 18. Sep. 2001 in Koper- Slowenien.

IDJüM der Teenys in Hamburg

Am Mittwoch den 25.7.01 fuhren Simone, ich und zwei andere Kinder mit Klaus Wenger vom TSV nach Hamburg. Unterkunft fanden wir in einer Kaserne der Marine, wo alle Teilnehmer aus Berlin und aus Niedersachsen Platz fanden.

Die beiden nächsten Tage dienten dem Kennenlernen des Segelreviers Außenalster. Leider hatten wir nur Flaute und es war knallig heiß. Am Freitag brachte Michael Koster meinen Vorschoter Thomas Plößel nach Hamburg, der seinen Urlaub für die Meisterschaft unterbrach.

Eigentlich wollten wir ja gar nicht an der Meisterschaft teilnehmen, mußte sie aber dann doch noch auf die Liste unserer Saisonhöhepunkte nehmen, da das mit der Olympiateilnahme leider nicht geklappt hat. Aber das ist eine andere Geschichte. Wir, dazu zählt mein Steuermann Lucas und ich, konnten uns also ganz in Ruhe auf unseren letzten Zielwettkampf in Berlin vorbereiten. Großartig trainiert hatten wir im Vorfeld nicht, unsere Vorbereitung bestand im wesentlich darin, die verpatzte Olympiaqualifikation zu verarbeiten, und beim Seglerhaus Preis mitzusegeln. Der Seglerhaus Preis wurde wie die Deutsche Meisterschaft auch vom VSaW ausgerichtet und fand direkt am Wochenende vor dem großen Spätsommerereignis statt.

Haben Sie schon mal mit Adrenalin im Blut gefrühstückt? Oder sich zu zweit mit einem Kater von der letzten Nacht bei 30°C auf ein 470 cm langes Boot gesetzt um mehrere Stunden in der Sonne zu braten, weil vielleicht doch noch Wind kommen könnte? Oder haben Sie vielleicht schon einmal mitten auf der A9 ihren Campingkocher aufgebaut um eine Dose Hühnersuppe lauwarm zu erhitzen? Nein!!! Na dann haben sie auch noch keine ganz normale Regattasaison hinter sich gebracht.

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