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2015 49er 01Endlich stand uns in Miami die erste Worldcupregatta in der neuen Saison bevor. Denn nach einem intensiven und erfolgreichen Training auf dem Olympiarevier für 2016 in Rio bemerkt man, dass die Spiele 2016 immer näher rücken. Alle Topsegler sollten kommen, es wird nichts mehr ausgelassen und wir freuten uns auf ein anspruchsvolles und spannendes Event.

Gemeinsam mit unseren Teamkollegen Justus Schmidt und Max Boehme sowie unserem Trainer Thomas Rein reisten wir eine Woche vor Regattastart an um das uns unbekannte Revier kennenzulernen. Auf Grund von Zeitengpässen mit nachfolgenden Veranstaltungen charterten wir für diese Regatta ein Boot und versuchten auch dieses in den ersten Tagen kennenzulernen.

Anhand der Statistiken der letzten Jahre erwarteten wir Segeltage mit eher gemäßigten Bedingungen, was sich in diesem Jahr jedoch nicht bestätigte. Vor dem großartigen Panorama der Skyline von Miami segelten wir die ersten drei Tage bei sehr starken, böigen und drehigen Winden. Mit einem 4. Platz starteten wir trotz einer Kenterung eigentlich gut in die Regatta. Mit einer weiteren Kenterung, einem 10. und 20. Platz ging es leider nicht so gut weiter und wir beendeten den Tag gesamt auf Platz 13.

In der Yacht 1/2015 auf Seite 72 finden Bootseigner, die Antifoulinganstriche auf ihren Booten verwenden, einen Artikel, der den gegenwärtigen Stand bei der EU-Prüfung im Rahmen der Biozidrichtlinie beschreibt, und den ich zu lesen empfehle. Er bezieht sich auf das Pressegespräch auf der Hamburger Bootsmesse, an dem ich für den DSV teilgenommen habe und stellt insgesamt einen objektiven Bericht des Verlaufs dar. Ob allerdings wegen des erhöhten Wertes von Irgarol (s-Triazin) ein Verbot von biozidhaltigen AFs binnen notwendig ist, sei dahingestellt.

Nach Auskunft des Umweltbundesamtes wird der Wirkstoff wegen hoher Giftigkeit (Toxizität) und Schwerabbaubarkeit (Persistenz) sowieso nicht zugelassen und darf dann in Unterwasseranstrichen nicht mehr verwendet werden.

Wie in der Studie richtig angegeben wurde, ist eine einmalige Beprobung noch nicht aussagekräftig, aber das Problem wird sich mit dem bevorstehenden Verbot von selbst erledigen.

Für die mechanische Reinigung im Wasser gilt, dass derzeit ein Verbringen des anhaftenden Bewuchses in das Gewässer nach den Wassergesetzen unzulässig ist. Hier müssen die Länder tätig werden, wenn diese Alternative angewendet werden soll. Die Farbindustrie hat sich auf diese Alternative schon eingestellt und bietet biozidfreie sehr harte Unterwasseranstriche an.

Wolfgang Hertel,

Umweltobmann im TSC, Dezember 2014

Stell Dir vor es ist WM und Du kannst nicht segeln.

2014 49er 16Hätte das vor einer Woche jemand zu mir gesagt, hätte ich wohl gelacht - vorstellen können hätte ich es mir jedoch nicht. Auch wenn ich das Bakterium aus Rio gerade erst los war und die Schleimhäute meiner Kieferhöhle noch nicht ganz abgeschwollen, so fühlte ich mich doch körperlich wie geistig fit und absolut bereit die Weltmeisterschaft zu segeln. Und, noch wichtiger, den Olympischen Startplatz im 49er für Deutschland zu sichern. Denn hier in Santander werden bereits die ersten zehn von zwanzig Olympiatickets für die bestplatzierten Nationen vergeben. Also eine gute Chance das früh abzuhaken, um sich später keine Gedanken mehr darüber machen zu müssen.

Und jetzt ist Sonntagabend, morgen beginnen die Rennen für uns und ich sitze in der Lobby unseres Hotels. Ich blicke aufs Meer, dorthin wo ich morgen segeln wollte. Doch meine Linke Hand ist geschient und vom Daumen fast bis zum Ellenbogen ist mein Arm fest eingepackt.

Es gibt diese einschneidenden Momente im Leben, ich glaube jeder kennt das. Bezogen auf den Sport war der für mich mit Abstand größte Moment der Gewinn des Europameistertitels. Der Moment, als wir am Ende ins Ziel gingen, nachdem wir mit drei perfekten Rennen noch zwei internationale Topteams überholt hatten. Unbeschreiblich und unvergesslich.

Joseph Boys sagte einmal "Nur wer sich ändert, bleibt sich treu" Das gilt natürlich auch für den TSC, der sich ständig dem Neuen anpasst und damit meine ich nicht die sich ständig ändernden Winde auf unserer Heimatpfütze. Der TSC ist zwar ein traditionsbewusster und doch vor allem ein moderner Club mit modernen Ansichten und modernem Auftreten. Dazu gehört nicht nur das modern eingerichtete Herrenklo sonder auch ein state-of-the-art Web-Auftritt. Es ist unser Bestreben, hier nicht jeden Modetrend mitzugehen, doch das einzuführen, was nachhaltig ist und unseren Mitgliedern die Freude am Club und am Segeln steigert. Die Wetterseite des TSC und die beiden WebCams sind solche Highlights, die zur webbasierten Lebensqualität massiv beitragen, wie uns die Klickzahlen jeden Monat lebendig erzählen. Doch genau hier liegen auch die größten Probleme der Webseite.

Auch dieses Jahr nahmen wieder 24 Kinder vom 11. bis zum 22.08.2014 am Schnuppersegeln im TSC teil.

In der ersten Woche gab es jeden Tag ein Programm von 10 bis 17 Uhr. Nachdem einige Kennenlernspiele gespielt wurden und jeder eine passende Schwimmweste gefunden hatte, ging es auch schon ins Wasser. Zunächst zum Baden und anschließend zur Paddelregatta.

Bereits am zweiten Tag machten sich die Kinder mit den Optis vertraut, mit ein bisschen Theorie und Kenterübungen, sodass dem eigentlichen Segeln dann nicht mehr viel im Wege stand. Die Mutigen trauten sich sofort zu zweit in ein Opti und wurden von Hinweisen der Betreuer vom Motorboot aus unterstützt. Die etwas Vorsichtigeren waren zunächst in größeren Gruppen auf der Randmeerjolle und konnten von da aus zum Beispiel vom Schwimmsteg aus baden gehen. So konnten bereits in der ersten Woche alle ihre ersten Segelerfahrungen machen. Das Wetter spielte weitesgehend mit, allerdings war der Wind in den ersten Tagen ab und an zu stark für die Anfänger, sodass es manchmal auch auf den Spielplatz ging, ein Tischtennisturnier veranstaltet wurde und, zur großen Freude der Kinder, jeden Tag genug Zeit fürs Baden blieb.

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