Hier finden Sie die Online-Ausgabe des TSC-Rundschreibens, nicht alle Artikel sind öffentlich. Die druckbare Version des Rundschreibens und alle älteren Ausgaben stehen ebenfalls nur TSCern im Mitgliederbereich zur Verfügung.

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Joseph Boys sagte einmal "Nur wer sich ändert, bleibt sich treu" Das gilt natürlich auch für den TSC, der sich ständig dem Neuen anpasst und damit meine ich nicht die sich ständig ändernden Winde auf unserer Heimatpfütze. Der TSC ist zwar ein traditionsbewusster und doch vor allem ein moderner Club mit modernen Ansichten und modernem Auftreten. Dazu gehört nicht nur das modern eingerichtete Herrenklo sonder auch ein state-of-the-art Web-Auftritt. Es ist unser Bestreben, hier nicht jeden Modetrend mitzugehen, doch das einzuführen, was nachhaltig ist und unseren Mitgliedern die Freude am Club und am Segeln steigert. Die Wetterseite des TSC und die beiden WebCams sind solche Highlights, die zur webbasierten Lebensqualität massiv beitragen, wie uns die Klickzahlen jeden Monat lebendig erzählen. Doch genau hier liegen auch die größten Probleme der Webseite.

Auch dieses Jahr nahmen wieder 24 Kinder vom 11. bis zum 22.08.2014 am Schnuppersegeln im TSC teil.

In der ersten Woche gab es jeden Tag ein Programm von 10 bis 17 Uhr. Nachdem einige Kennenlernspiele gespielt wurden und jeder eine passende Schwimmweste gefunden hatte, ging es auch schon ins Wasser. Zunächst zum Baden und anschließend zur Paddelregatta.

Bereits am zweiten Tag machten sich die Kinder mit den Optis vertraut, mit ein bisschen Theorie und Kenterübungen, sodass dem eigentlichen Segeln dann nicht mehr viel im Wege stand. Die Mutigen trauten sich sofort zu zweit in ein Opti und wurden von Hinweisen der Betreuer vom Motorboot aus unterstützt. Die etwas Vorsichtigeren waren zunächst in größeren Gruppen auf der Randmeerjolle und konnten von da aus zum Beispiel vom Schwimmsteg aus baden gehen. So konnten bereits in der ersten Woche alle ihre ersten Segelerfahrungen machen. Das Wetter spielte weitesgehend mit, allerdings war der Wind in den ersten Tagen ab und an zu stark für die Anfänger, sodass es manchmal auch auf den Spielplatz ging, ein Tischtennisturnier veranstaltet wurde und, zur großen Freude der Kinder, jeden Tag genug Zeit fürs Baden blieb.

Wir verlassen die Schären, um noch einige Tage auf Bornholm zu verbringen.

Dienstag, 22.07.2014: Tjärö – Hällevik, 22 sm, 5:15 Std

Wir wollen weiter, so schön, wie es hier auch ist. Der Wetterbericht sagt weiterhin Wind aus NE voraus, allerdings immer zwischen 4 und 6 Bft. Das wollen wir ausnutzen, um bis zum Ende der Wo-che nach Bornholm zu kommen. Das Barometer verharrt seit Tagen bei 1024 hPa und ebenso lange haben wir keine Wolke gesehen.
Um 8.30 ist alles bereit zum Ablegen. Ich starte die Maschine, höre aber nur ein leises, kurzes Jaulen, dann ist Stille – und Ratlosigkeit. Ich überprüfe die Spannung der Starterbatterie, die zeigt 4 V an, die Bordstrom-Batterie liefert nur noch 8 V.
Da hilft nichts, als auf vor langer Zeit Gelerntes zurückzugreifen. Renate ist klar bei Vorleine, ich setze das Groß und ziehe am Heckanker. Der liegt aber auf dem Kraut und greift nicht. Also kann ich ihn gleich ganz einholen. Nun rollen wir die Fock aus und versuchen mit back stehendem Vorsegel vom Felsen wegzukommen. Aber nichts rührt sich, wir stecken zu tief im Schlick. Nun klettert Renate auf den Felsen und drückt das Schiff mit aller Kraft seitlich weg. Das hat endlich Erfolg. Der Wind drückt uns immer weiter herum. Jetzt können wir auch das Groß dichtholen und bewegen und ganz langsam aber stetig Richtung offenes Wasser.
Aber ohne Strom funktioniert an Bord gar nichts. Die Gassicherung nicht und auch nicht die Wasserpumpe. Das Log und vor allem auch das Echolot zeigen nichts an. Zur Orientierung bleibt nur die Papierkarte, weil Plotter und GPS ebenfalls nicht arbeiten. Auch das Funkgerät scheidet als letzte Hilfe aus.

Wir haben uns entschlossen, wegen des anhaltend starken Nordost-Windes nicht weiter nach Norden zu fahren, sondern die restlichen Tage in den Südschären zu verbringen.

Montag, 14.07.2014: Timmernabben – Stora Rör, 15 sm, 3:30 Std.

Wir haben gestern beim Regen lange darüber gesprochen, wie sinnvoll es sei, weiter nach Norden zu gehen. Schließlich entscheiden wir umzukehren, wieder nach Süden zu segeln. Sicher hat der lang anhaltende Nordost eine Rolle gespielt, von dem wir noch ein wenig profitieren wollen.
peer gynt 2014 04Der sonnige Morgen lädt förmlich dazu ein, die Segel zu setzen. Wir sind die einzigen, die „Reisvorbereitungen" treffen. Der Wetterbericht für heute prognostiziert südwestliche Winde 5 bis 6 Bft, abnehmend und auf Südost drehend. Auf meine Frage, ob es noch andere Prognosen gäbe, antworten die Leute von der Schlei, da wäre wohl nichts Arges unterwegs. Auch das Barometer klettert wieder empor. Derzeit weht ein Südostwind von 2 bis 3 Bft., das könnte ja schon der Wetterwechsel sein. Obwohl es anfängt zu regnen, legen wir, Ölzeug umhüllt, ab, setzen das Groß und bewegen uns mit der Unterstützung des Motors Richtung Kalmar-Sund. Schon nach einer halben Stunde sehen wir, was auf uns zukommt. So schnell wie möglich versuchen wir, den Sund zu queren und auf der Öland-Seite in den Windschutz zu kommen. Das ist die einzig richtige Entscheidung. Zwar trifft uns kurz darauf die erste Schauerbö, doch können wir das Segel noch ohne Probleme bergen. Dann kommt die zweite mit 35 Knoten. Ich steure einen nördlichen Kurs am Rande des nun deutlich sichtbaren Regengebiets vorbei. So dicht wie möglich an Ölands Küste motoren wir in Richtung Kalmar. Über dem Festland folgt ein Schauer dem anderen. Das wäre auch in Timmernabben nicht lustig geworden. Vom Wetter nahezu unbehelligt erreichen wir Stora Rör. Der Hafen ist leer, Konkurrenten um einen Liegeplatz haben wir nicht, so können wir uns in aller Ruhe den geeignetsten aussuchen. Aber auch auf Öland bleibt es auf die Dauer nicht trocken. Trotzdem sind wir froh, wir haben eine Herausforderung gemeistert und wir sind endlich ein kleines Stück vorangekommen, wenn auch zurück.

Wir sind in 10 Tagen bis nach Hällevik in Listerlandet gekommen. Die Südschären zwischen Karlshamn und Karlskrona liegen vor uns.

Sonntag, 06.07.2014: Hällevik – Karlskrona Saljö, 37 sm, 8:45 Std.

Das Barometer ist auf dem Wege nach oben. Es ist morgens schon schön warm. Allerdings ist es diesig und die Sicht eingeschränkt. Der Wind schläft noch. Eigentlich typisches Ostsee-Sommerwetter. In Hällevik wollen wir nicht bleiben. Da wird die hauptsächliche Arbeit wohl der Motor übernehmen müssen. Östlich von Hanö kommt ein schwacher Südwind auf. Hoffnungsvoll setzen wir den Blister. Aber es wird nur ein kurzes Vergnügen. Enttäuscht packe ich die Segel ein.
Wir erreichen die Klappbrücke bei Hasslö kurz vor ihrer Öffnung um 15.00 Uhr. Nachdem wir sie passiert haben, setzt ein Südwind mit 3 Bft. ein. Also packe ich die Segel wieder aus, um wenigstens die letzten 10 sm nach Karlskrona-Säljö zu segeln. Unsere Ankerbucht ist nicht belegt. Im Windschatten der steilen Felsen machen wir an einem Ring fest und sichern uns mit dem Heckanker. Ende gut, alles gut. Inzwischen haben wir gebadet, schön gegessen und genießen den aufkommenden Abend bei Rotwein. Nun ist die Welt wieder in Ordnung.

Montag, 07.07.2014: Karlskrona Saljö – Bergkvara, 42 sm, 8:00 Std.

peer gynt 2014 02Die Sonne weckt uns. Ein textilfreies, erfrischendes Bad. Ein Frühstück unter blauem Himmel. Schöner kann Urlaub nicht sein. Noch wissen wir nichts vom Wind. Das Barometer ist weiter auf 1018 hPa gestiegen. Schon morgens sind es 24° C. Außerhalb des Fjordes erwartet uns ein schwacher aber stetiger südöstlicher Wind. Es reicht zum Segeln, zumal er langsam und allmählich zunimmt. Es ist traumhaft: Wir gleiten fast lautlos im engen Fahrwasser an aufgeräumten Gehöften und Ländereien vorbei, an bewaldeten Schären, hier und da eine kleine Ortschaft. peer gynt 2014 03Das Versorgungsschiff überholt uns, eine mächtige Welle hinter sich herziehend. Es ist neben der Seilfähre die einzige Verbindung zu den vielen kleinen, größtenteils bewohnten Schären.
Gegen Mittag erreichen wir Hommersnabben und biegen in den hier sehr weiten Kalmar-Sund ein. Von hier aus ist die andere Seite, Öland, nicht zu sehen. Der Wind und die Windrichtung reichen, um mit einem Anlieger bis nach Bergkvara zu gelangen. Ein warmer Sommerabend beendet den Tag. Wir finden erst spät in die Kojen.

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