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Wir sind in 10 Tagen bis nach Hällevik in Listerlandet gekommen. Die Südschären zwischen Karlshamn und Karlskrona liegen vor uns.

Sonntag, 06.07.2014: Hällevik – Karlskrona Saljö, 37 sm, 8:45 Std.

Das Barometer ist auf dem Wege nach oben. Es ist morgens schon schön warm. Allerdings ist es diesig und die Sicht eingeschränkt. Der Wind schläft noch. Eigentlich typisches Ostsee-Sommerwetter. In Hällevik wollen wir nicht bleiben. Da wird die hauptsächliche Arbeit wohl der Motor übernehmen müssen. Östlich von Hanö kommt ein schwacher Südwind auf. Hoffnungsvoll setzen wir den Blister. Aber es wird nur ein kurzes Vergnügen. Enttäuscht packe ich die Segel ein.
Wir erreichen die Klappbrücke bei Hasslö kurz vor ihrer Öffnung um 15.00 Uhr. Nachdem wir sie passiert haben, setzt ein Südwind mit 3 Bft. ein. Also packe ich die Segel wieder aus, um wenigstens die letzten 10 sm nach Karlskrona-Säljö zu segeln. Unsere Ankerbucht ist nicht belegt. Im Windschatten der steilen Felsen machen wir an einem Ring fest und sichern uns mit dem Heckanker. Ende gut, alles gut. Inzwischen haben wir gebadet, schön gegessen und genießen den aufkommenden Abend bei Rotwein. Nun ist die Welt wieder in Ordnung.

Montag, 07.07.2014: Karlskrona Saljö – Bergkvara, 42 sm, 8:00 Std.

peer gynt 2014 02Die Sonne weckt uns. Ein textilfreies, erfrischendes Bad. Ein Frühstück unter blauem Himmel. Schöner kann Urlaub nicht sein. Noch wissen wir nichts vom Wind. Das Barometer ist weiter auf 1018 hPa gestiegen. Schon morgens sind es 24° C. Außerhalb des Fjordes erwartet uns ein schwacher aber stetiger südöstlicher Wind. Es reicht zum Segeln, zumal er langsam und allmählich zunimmt. Es ist traumhaft: Wir gleiten fast lautlos im engen Fahrwasser an aufgeräumten Gehöften und Ländereien vorbei, an bewaldeten Schären, hier und da eine kleine Ortschaft. peer gynt 2014 03Das Versorgungsschiff überholt uns, eine mächtige Welle hinter sich herziehend. Es ist neben der Seilfähre die einzige Verbindung zu den vielen kleinen, größtenteils bewohnten Schären.
Gegen Mittag erreichen wir Hommersnabben und biegen in den hier sehr weiten Kalmar-Sund ein. Von hier aus ist die andere Seite, Öland, nicht zu sehen. Der Wind und die Windrichtung reichen, um mit einem Anlieger bis nach Bergkvara zu gelangen. Ein warmer Sommerabend beendet den Tag. Wir finden erst spät in die Kojen.

Teil 1 vom Fahrtenbericht 2014

Mit der Trio 80 „Peer Gynt“ von Berlin über Stettin, Ziegenort, Swinemünde, Kolberg, Nexø, Simrishamn, Hällevik, Karlskrona Säljö, Bergkvara, Kalmar, Timmernabben und wieder zurück über Stora Rör, Mörbylånga, Kristianopel, Karlskrona Dragsö, Tjärö, Hällevik, Simrishamn, Hasle, Sassnitz, Freest, Swinemünde, das Stettiner Haff und die Oder wieder nach Hause.

Die Entscheidung nach dem diesjährigen Urlaubsziel ist eigentlich schon sehr früh gefallen, die des Abreisezeitpunktes allerdings relativ spät. Wir entschließen uns kurzfristig noch vor Ende der Tennis-Verbandsspielzeit am 26. Juni im TSC abzulegen. Nun liegen wir nach 40 Tagen an Bord wieder wohlbehalten im Heimathafen.
Auf die Frage, wie es denn war, können wir kurz und knapp sagen, es war ein unglaublich schöner Sommer in diesem Jahr in Schweden und es war spannend, aufregend und abwechslungsreich.

Doch der Reihe nach:

Donnerstag., 26.06.2014: Berlin, TSC – Schleuse Lehnitz, 15 sm, 3:00 Std.

Das schlechte Wetter an den Tagen zuvor hat uns etwas in der Vorbereitung gebremst. So müssen wir noch vor dem Ablegen erst den Mast legen und die restlichen Sachen verstauen. Das meiste haben wir schon in den Regenpausen der Vortage an Bord gebracht.
Kurz nach drei legen wir ab. Das Wetter meint es jetzt gut mit uns, es gibt ohnehin kein Zurück mehr. Die Sonne scheint. Es ist ein erstes, angenehmes Sommergefühl. So kann es bleiben.
Kurz vor halb sieben sind wir vor der Schleuse Lehnitz und müssen 30 Minuten warten. Dann geht es „zu Berg“ und wenig später machen wir am Zementhafen Klink fest. Die erste Nacht an Bord. Urlaubsgefühl kommt auf.

 

Ein Test auch für uns...

2014 49er 13Mit einem sechsten Platz im Gesamtergebnis schauen wir auf sechs erfahrungsreiche Regattatage zurück. Auf dem olympischen Revier sind wir gegen die zwei besten Teams jeder potentiell teilnehmenden Nation für Rio 2016 gesegelt. Besonders und neu war es für uns, dass wir dabei von Beginn an gegen nur 18 weitere Teams gesegelt sind. Es gab keine Fleetraces und keine Unterteilung in Gold- und Silberfleet. Nur die drei Medelraces fanden wie gewohnt statt.

Nicht nur der Veranstalter hat seine Abläufe geprobt, auch wir haben getestet und neue Erfahrungen gesammelt. Bereits am ersten Regattatag sind wir mit einem anderen Boot kollidiert und mussten innerhalb einer Wettfahrt unsere Saling wechseln. Die daraus resultierende Protestverhandlung haben wir gewonnen und bekamen eine Wiedergutmachung.  An einem weiteren Tag haben wir vergessen uns auszutragen, was aus Sicherheitsgründen essentiell ist und bei Missachtung mit einer Punktstrafe belegt wird. Dieser Fehler unterläuft fast jedem Segler in seiner Karriere ein einziges Mal, wir sind froh, dass wir unser einziges Mal nun abhaken können.  Besonders ärgerlich wäre es, da häufig ein Punkt über Sieg und Niederlage entscheiden kann.

Liebe TSCer,

viele Grüße von der ORC WM in Kiel! Mit 4 Inshore und 2 Offshore Rennen haben wir uns im starken Feld der ORC II Klasse mit unserer XP 44 (X-Day, GER 6655) für das Goldfleet qualifiziert. Gestern konnten wir nach 11 Stunden auf dem Wasser einen 2. Platz im Offshore feiern. Heute und morgen wird es nun mit 3 weiteren Wettfahrten noch einmal spannend auf der Bahn.

Daumen drücken!!

Für Bilder und Ergebnisse:
http://www.orcworlds.com/

Bis bald in Berlin
Andrea Loth

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Der Countdown für „Rio 2016“ beginnt.

Am 02.08.2014 beginnt in Rio de Janeiro die "Aquece Rio – International Sailing Regatta 2014". Während die Veranstalter bei diesem "Testevent", wie wir es liebevoll nennen, ihre Abläufe prüfen, bekommen die Segler aus aller Welt die Möglichkeit Erfahrungen auf dem Revier für die Olympischen Spiele 2016 zu sammeln.

2014 49er 11Bereits im vergangenen Herbst hatten Erik und Thomas die Chance, das Revier und seine Umgebung in Rio kennen zu lernen. Nach dieser tollen Zeit freuen wir uns nun umso mehr, dass wir dieses Mal mit den besten deutschen Teams der anderen Bootsklassen vor Ort sind. So können wir unsere Erlebnisse und Erfahrungen gemeinsam auswerten und nutzen. Unsere Aufzeichnungen aus dem vorherigen Training werden schon dieses Mal entsprechend zum Einsatz kommen. Die angefertigten Strömungsmessungen, Trainingsprotokolle und Trimmtabellen werden uns helfen, unseren „Meatgrinder“ möglichst optimal an die gegebenen Bedingungen anzupassen.

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