Berlin bis Hällevik
(für Felix, der wartet schon darauf)

Am Dienstag, den 18.06. sind bei brütender Hitze in Berlin losgefahren. Benn ist zum Abschied extra in den TSC gekommen. Den Abend verbringen wir zu Berg in Lehnitz am Sportbootanleger.

Mittwochmorgen sind wir schon vor 6 Uhr auf dem Kanal. Um 11 Uhr in Niederfinow müssen wir zwar eine Stunde warten, dafür geht es in Hohensaaten ganz schnell. So sind wir schon am Nachmittag in Schwedt. Da ist Hochwasser. Um von Bord zu kommen, muss man die Schuhe ausziehen und die Hose bis über die Knie ziehen, aber auch das geht.

Den Donnerstag beginnen wir etwas gemütlicher. Der schnell fließende Oder verdanken wir es, dass wir kurz nach 14.00 Uhr in Goclaw festmachen können. Der Hafen ist gut repariert, der Hafenmeister ist freundlich und hilfsbereit. So steht der Mast schon eine Stunde später. Der Nachmittag und Abend vergeht mit dem Aufriggen. Da das Restaurant auch wieder in Betrieb ist, kann ich mir zwei gepflegte Bierchen gönnen. Der Wirt spricht deutsch und ist recht unterhaltsam.

Am Freitag können wir die Oder hinab über das Haff bis zur Kaiserfahrt segeln. Mit Hanne haben wir verabredet, dass wir uns in Swinemünde treffen.

Kurz nach Sonnenaufgang machen wir uns am Sonnabend auf den Weg nach Kolberg. Die 54 sm sind ein gewaltiges Stück für uns. Bei achterlichem Wind müssen wir das Groß mit einem Bullenstander sichern und die Genua ausbaumen. Damit können wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 5 kn halten. Die Marina in Kolberg ist neu gemacht und sehr ordentlich. Abends sind wir mit Willings unterwegs. Doch der Abend währt nicht lange, weil für den kommenden Tag ein ebenso langes Teilstück geplant ist.

Um sechs in der Frühe verlassen wir die hübsche Stadt. Leider hat der Wind auf Süd gedreht, kommt folglich wieder von achtern. Also gleiches Prozedere. Die See ist sehr unruhig, weil die alte Dünung von der neuen Windwelle überlagert wird. Das hat Renates Magen auf die Dauer nicht mitgemacht. Die Strecke nach Nexø ist wenig gemütlich und extrem anstrengend. Die Segel lassen sich nicht einstellen, die Wellen verhindern einen Trimm. Der Motor muss weite Strecken den Antrieb übernehmen.

peer gynt 2013 01Dennoch erreichen wir nachmittags Bornholm. Abends wird in Nexø die Sommersonnenwende gefeiert. Ein Spielmannzug geleitete die Fackelträger zum „Scheiterhaufen". Wenig später loderten die Flammen haushoch am Strand.

Der Montag hat uns dann für die Überfahrt entschädigt. Sommersegelwetter! Wir segeln hoch am Wind bis Allinge. Abends gibt es das große Räucherfischbuffet.

Eine Pause ist uns jedoch nicht vergönnt. Das Wetter soll schlechter werden. Wenn wir nach Schweden wollen, dann gleich. Also Schwimmwesten um und hinüber. Mittags erreichen wir Simrishamn. Hier ist dann erst einmal Schluss für die nächsten Tage.

Erst am Freitag kann es weitergehen. Bei bestem Wetter segeln wir die 30 sm nach Hällevig. Dort sitze ich jetzt und schreibe euch.

Liebe Grüße von Renate und Willings, Peter

Joomla templates by a4joomla