Trainingslager Warnemünde 2004, erster Teil


ES WAR WARM,SONNIG UND DAS SCHÖÖÖÖÖÖNSTE TRAININGSLAGER MEINES LEBENS!!!!!!!!!!!!! ;-)

Der Bericht ist allen gewidmet, die ebenso verrückt sind wie wir, über Ostern in Warnemünde mit einem durchgeknallten Segeltrainer das Regattasegeln zu lernen.


Samstag, 3.4.2004, 1. Tag:
Schon die Anreise gestaltete sich äußerst schwierig, da wir 3 Stunden an einem Rasthof, wegen eines geplatzten Kühlschlauches, auf den ADAC warteten. Auch Micha kam nicht besser weg, da er von der Polizei raus gewunken wurde unter dem Vorwand, dass der 6er Optitrailer komisch aussähe. Nach der Ankunft ging es gleich aufs Wasser trotz, zu wenig Trainern und nach Johannes Schätzung, 6 bis 7 Windstärken. Leider hatte der 420er-Segler Jan Detlefsen vergessen seinen Schotten mit einzupacken und so fiel das Segeln für ihn erst mal flach. Aber das machte nichts, immerhin hatten beim abendlichen Zechen, die 420er Seglerinnen jede Menge Spaß mit den Trainern.


Sonntag, 4.4.2004, 2. Tag:
Der Tag begann mit einem nicht stattfindenden Morgenjogging und einem stattfindenden umfangreichen Frühstück. Danach wurden die Boote aufgeriggt. Die relativ windige erste Trainingseinheit wurde ohne große Besonderheiten nur vom Mittagessen unterbrochen. Die 2. Einheit war recht wechselhaft und switchte zwischen Regen und Sonne, bis wir (die Optis) reinfuhren, weil es den Meisten einfach zu windig wurde. Denn als wir gerade drinnen waren, rollte von Süd-West eine halbe Gewitterfront an, die es uns recht schwer machte unsere Boote abzubauen. Später wurde uns erzählt, dass diverse Teenys und 420er, meist geplant, gekentert sind. Aber Jan D. hat es wohl am schlimmsten erwischt, da er mit Micha und Spi bei ziemlich viel Wind in den Hafen fahren durfte. Als sich der Wind etwas gelegt hatte, fuhren wir  Optis noch mal alleine raus. Weil die Trainer doch irgendwie Angst hatten, diesmal nur mit 2 Booten.


Montag 5.4.2004, 3. Tag:
Der Tag begann eigentlich ziemlich gechillt. Erst etwas Frühsport, dann frühstücken und dann den Film vom Vortag ansehen. Danach zogen wir uns um und bauten die Boote auf. Die Vormittagseinheit war ziemlich langweilig, da nichts Aufregendes passierte. Das Mittagessen war mal wieder sehr sehr lecker und die Optis und Teenys bekamen eine 30minütige Pause. Danach hatte leider niemand mehr Bock zu segeln und es brach ein kleiner Streit aus. Wir (Optis und Teenys) haben die Trainer aus reiner Freundlichkeit gewinnen lassen, da wir sie in dem Glauben lassen wollten, daß sie noch etwas Autorität besitzen. Doch da der Wind mittlerweile eingeschlafen war, spielten wir ein bißchen Hase und Jäger.


Dienstag, 6.4.2004, 4. Tag:
Nach dem üblichen Morgenprogramm gingen wir aufs Wasser. Dort herrschte, wie nicht anders zu erwarten, ganz schöne Flaute. Nach ca. 10 m segeln in 2-3 Stunden, durften wir zurück in den Hafen. Nach einem suuuuper Mittagessen und einem erholsamen Päuschen, machten wir eine interessante Hafenrundfahrt, die sich als sehr langweilig herausstellte.Aber damit hatten wir es noch ganz gut getroffen, denn die 420er mussten noch mal bei Windstärke 0 aufs Wasser. Abends war Fußball angesagt. Das Blöde war nur, dass wir zum Fußballplatz laufen mussten. Doch da der Platz sehr schlammig war, gingen wir an den Strand, der zwar schöner, aber auch nicht besser zum Spielen war. Anschließend liefen wir am Strand nach Hause zurück.


Mitttwoch 7.4.2004, 5. Tag:
Wie immer begann der Tag mit Sport und Frühstück. Das Segeln bei 2-3 Windstärken war nicht so die Herausforderung. Nach der `Anstrengung´ auf dem Wasser vergnügten wir uns in Grüppchen im Dorf. Das Abendessen war genauso aufregend wie der Rest des Tages. Doch dann kam die Wende: der Bowling-Abend!! In Mannschaften eingeteilt und mit viel Spaß belegten wir fast die ganze Halle. War also auch ein toller Tag!


Yannik Schönwälder


Trainingslager Warnemünde 2004, zweiter Teil


Donnerstag, 8.4.2004, 6. Tag:
Nachdem wir nun fünf Tage in Warnemünde waren, hatten wir uns wieder ans Segeln gewöhnt und es machte wieder richtig Spaß. Am Abend vor diesem Tag hatten die Trainer uns gesagt, dass wir um sieben Uhr geweckt werden würden, aber wir stellten uns Wecker und schmissen die anderen, die noch nicht aufgestanden waren, aus den Betten, damit es nicht wieder hieß, dass wir ständig zu spät waren. Als dann aber kein Trainer kam, liefen wir einfach alleine los. Obwohl wir nur bis zum Fischmarkt und zurück liefen, sauten wir uns doch ziemlich ein, weil überall Pfützen waren. Unsere Trainer waren sehr erstaunt, als wir zurück waren, und weil sie verschlafen hatten redeten sich mit der Ausrede heraus, dass sie uns hatten schlafen lassen wollen. Nach dem Frühstück fuhren wir um etwa 10h30 raus und machten bei Windstärke 2-3 drei Wertungsrennen. Um 12h30 fuhren wir dann wieder rein, während Svenja bemerkte, dass wir vielleicht kein Mittagessen mehr bekommen würden. Wir bekamen aber trotzdem noch etwas zu Essen, und am Nachmittag reisten die 420er ab. Damit schwanden auch unsere letzten Hoffnungen, Flo noch herumzukriegen, einmal 420er zu Segeln. Wir bekamen an diesem Nachmittag frei, sodass wir alle zusammen in die Stadt gehen konnten. An diesem Abend wurde Johannes von den anderen Optis etwas geärgert, sodass Flo ausrastete und Britta, als Jugendsprecherin, mit uns allen einmal alleine redete. Später saßen Kassandra, Britta, Flo, Johannes und ich in Brittas und Kassandras Zimmer und erzählten uns Gruselgeschichten.


Freitag, 9.5.2004, 7. Tag:
An diesem Tag machten wir wieder normal mit einem der Trainer Frühsport, setzten uns anschließend hechelnd an den Frühstückstisch und fuhren dann um etwa 10h30 raus. Wir machten, bei Windstärke 2, die ganze Einheit über nur Wenden, was eigentlich recht gut verlief. Dann fuhren wir um ungefähr 11h30 wieder rein. Nachdem wir uns im Schnellgang umgezogen und unsere nassen Sachen aufgehängt hatten, sprinteten wir zu Flo und Andrea, die schon ungeduldig warteten. Zusammen gingen wir dann zum Mittagessen. Nachmittags fuhren wir dann in unseren immer noch patschnassen Sachen um ca. 14h30 wieder raus. Immer noch war nur Windstärke 2. Wir machten Angleichen (Wendentraining), dann ein sehr verrücktes Wertungsrennen, in dem Tim und ich zuerst weit vorne lagen, dann aber weit hinten, weil wir die falsche Tonne angefahren hatten. Also wurden wir vierter und fünfte. Zum Schluss machten wir beim Reinfahren noch Vorwindhalsen, und Flo versuchte uns Powerhalsen beizubringen, was zu dem Zeitpunkt aber noch keiner kapierte. Als wir um etwa 17h30 wieder im Hafen waren, ging die gleiche Hektik los, wie bei jedem Reinfahren: schnell zum Essen umziehen. Nachdem wir die Boote noch sturmsicher ,verpackt´ hatten, gingen wir alle recht früh ins Bett.


Samstag, 10.4.2004, 8. Tag:
Frühsport fiel aus, angeblich wegen Regen, ich glaube aber eher, das die Trainer einfach keine Lust mehr hatten, denn sonst scheuchen sie uns ja auch durch jedes Wetter. Nach dem Frühstück fuhren wir etwa um 10h15 raus, und es war toller Wind, nämlich Windstärke 4. Wir fuhren nur mit vier Optis raus; Johannes war auf dem Motorboot. Zuerst machten wir ein paar Kreuzschenkel, aber dann setzte Flo, trotz meiner Proteste weil es gerade so viel Spaß machte, Johannes auf mein Boot. Von nun an beobachtete ich die anderen vom Motorboot aus. Sie hatten Schwierigkeiten, alle zusammenzukommen. Dann durfte ich zum Glück wieder aufs Boot und wir segelten Vorwind in den Hafen. Hierbei machten wir noch ein paar Halsen, was aber ziemlich schwierig und anstrengend war, weil so viel Wind war. Um 12h30 waren wir dann wieder drinnen. Nach dem Mittagessen fuhren wir wieder raus, etwa um 14h30. Jetzt war leider nicht mehr so viel Wind wie morgens, nur noch Windstärke 2-3. Mit den Teenys zusammen fuhren wir ein Up-And-Down und übten dabei Wenden und Halsen. Dann machten wir Tonnenrundungen, die bei mir noch nicht so glücklich ausfielen, und schließlich noch ein Wertungsrennen. Um 17h30 waren wir wieder im Hafen.


Sonntag, 11.4.2004, 9. Tag (Ostern):
An diesem Morgen durften wir auch wieder ausschlafen. Nachdem wir frühstücken waren, suchten wir in unseren Booten nach Ostereiern oder ähnlichem, (was für originelle Verstecke..., kl. Anm. am R.) und unsere Trainer fanden in ihren Motorbooten auch etwas, weil Britta und ich am Abend zuvor barfuß und in Schlafanzügen noch schnell ein paar Bonbons versteckt hatten. Für unsere lieben kleinen dicken Trainer (Scherz). An diesem Vormittag machten wir Theorie und futterten dabei unsere Ostersachen. Am Nachmittag, nach dem Mittagessen, machten wir noch eine kurze Einheit, die um 13h00 begann. Der Wind war gut, Stärke 3-4. Wir machten mit den Teenys zusammen Startübungen und dann zwei Wertungsrennen. Leider hatte mein Trockenanzug ein großes Loch, und als ich kenterte, wurde ich ziemlich nass und dann immer kälter. Zum Schluss war mir so kalt, dass ich mit Mark schon mal vor den anderen reinfuhr und heiß duschen ging. Am Abend hatten die Trainer eine Überraschung für uns: Wir sollten die Illbruck besichtigen!!! Sie war wirklich überwältigend! Wir stellten fest, dass ihr Baumniederhohler etwa so groß war wie unser Mast! Nachdem wir ein paar Fotos gemacht hatten, fuhren wir weiter zum Osterfeuer am Strand. Dann gingen wir noch ein Eis essen. Später gingen unsere Trainer mit dem, der uns die Illbruck gezeigt hatte, noch etwas trinken, sodass wir Zeit hatten, als Abschluss sozusagen, noch jede Menge Blödsinn anzustellen. So nahmen wir alle Tonnen von ihren Motorbooten, und versteckten sie im Hänger.


Montag, 12.4.2004 10. und letzter Tag:
An diesem letzten Tag durften wir wieder ausschlafen, wahrscheinlich wegen der inzwischen beängstigende Ausmaße annehmenden morgendlichen Faulheit der Trainer. Waren sie krank geworden? Nach dem Frühstück, etwa um 10h15, bemerkten unsere Trainer, dass wir ihre Tonnen versteckt hatten. Wir gaben ihnen kleine Tipps in die falsche Richtung, wo die „Ostertonnen“ sein könnten. Nachdem sie sie gefunden hatten, lobten sie uns, weil sie meinten, wir wären ja nun endlich „aufgewacht“ (?). Dann fuhren wir zum letzten Mal raus. Wir hatten nicht vor, zu Mittag zu Essen, sondern hatten uns Lunchpakete mitgenommen. Bei Windstärke 2-3 machten wir ein letztes Mal Starts, dann kenterte ich schon wieder und war wieder patschnass. Nachdem wir ein letztes Wertungsrennen gefahren waren, war mir so kalt, dass Flo sich mit mir in den Opti setzte und wir reinfuhren. Das muss ziemlich lustig ausgesehen haben, weil wir so tief im Wasser lagen. Britta und Kassandra fuhren ein Stückchen hinter uns her und lachten.

Bevor wir nach Hause losfahren konnten, war noch Siegerehrung der Wertungsrennen. Tim hatte –wie erwartet- den ersten Platz gemacht. Er schaute in Flos Sieger-Wunderkiste, die aber anscheinend gar nicht so wunderlich war, denn er holte eine Packung Toffifee heraus. Ich war zweite, und schaute in die Kiste. Drin waren: Noch zwei Packungen Toffifee, eine Protestflagge und ein Praddel... Ich nahm mir auch eine Packung Toffifee, Yannick, der Dritter war auch, Svenja, die Vierte war nahm sich das Praddel und Johannes zum Schluss die Protestflagge.

Dann war es so weit. Die Koffer waren schon am Vortag gepackt worden, die Boote waren verladen, auch wenn das einige Zeit gedauert hatte, weil ein Spanngurt anscheint nicht ganz so wollte wie Flo. Nach längerem Hin und Her fuhr ich bei Britta und Kassandra mit nach Hause.

Insgesamt hat das Trainingslager sehr viel Spaß gemacht!

Anja Dethlefsen

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