Bericht zur Deutschen Meisterschaft 2004 in Travemünde

Der Tag der Abreise war gekommen. Nun ging es zu unserer ersten Deutschen Meisterschaft nach Travemünde. Doch schon beim Gepäck Einladen gab es Probleme, denn es gab 10 m³ Gepäck (für vier Leute) und nur 4 m³ Stauraum. Nach einer Stunde drücken und quetschen ging es dann endlich nach Travemünde. Aber halt, war da nicht noch was? Ach beinahe hätte ich vergessen.

Dank der überaus pünktlichen Lieferung eines gewissen Bootbauers aus Hamburg „durften“ wir noch einen Abstecher machen (Jeder der schon mal in Hamburg war weiß, dass man nicht einfach schnell rein und wieder raus fährt). Insgesamt hat uns der Umweg drei Stunden gekostet, Aber hey was sind schon drei Stunden Umweg für einen „preiswerten“ Tankdeckel. Irgendwie sind wir dann doch in Travemünde angekommen (trotz der zuverlässigen Informationsabgabe meines Steuermannes) und konnten unser Lager aufschlagen. Dann bauten wir unser Boot auf und fuhren raus. Tag eins war eine ewige Fahrerei.

Tag zwei war so unspektakulär, dass es sich kaum lohnt nur ein Wort darüber zu verlieren, aber dann währe es ja kein Bericht, deswegen in einem Satz. Aufstehen, raus fahren, trainieren, rein fahren, essen, anmelden, Nummer in Spi malen, Nummer in Spi malen, Nummer in Spi malen, hab ich schon erwähnt, dass wir die Segelnummer in den Spi gemalt haben, schlafen gehen. Tag zwei war eine einzige Malerei.

Am dritten Tag wurde vermessen und trainiert. Tag drei war irgendwie kurz.

Der Tag der Meisterschaft war gekommen, also umziehen, Boot aufbauen und Startverschiebung bis 12 Uhr. Als es dann doch noch raus ging war das Gedränge groß, aber wir hatten uns schon am Vortag die Pole an der Rampe gesichert und wahren als erste auf dem Wasser (merken). Dann ging es eine Stunde lang zur Bahn C. Wir waren in Gruppe eins eingeteilt und starteten auch als erste (merken). Die  Erste Wettfahrt lief bescheiden, genau wie die danach und die danach. Frei nach dem Motto die ersten werden die Letzten sein. Gründe für die schlechten Platzierungen könnten sein, dass wir kaum Konkurrenz beim Training haben (aber es sind sowieso die Anderen Schuld). Tag vier war S******

Am Montag wollten wir die Schmach vom Vortag wett machen, doch machen wir es kurz. Startverschiebung, raus fahren, Abbruch, rein fahren. Tag 5 war eine einzige „Seglerei“.

Heute war uns dass Glück hold. 20 Leute starteten zu früh bei black Flag und waren draußen, also konnten wir einen Platz im vorderen Mittelfeld machen. Die folgenden Wettfahrten wurden immer abgebrochen wegen zu wenig Wind, doch bei Abbruch waren wir immer auf ganz guten Plätzen. Nach einem ewigen Hin und Her ging es dann doch zurück in den Hafen. Allerdings waren wir erst bei vier Wettfahrten am dritten Wettfahrtstag. Uns fehlten aber noch acht und die konnten unmöglich an einem Tag gefahren werden.  Tag Sechs war befriedigend.

Heute war die letzte Chance noch Wettfahrten zu fahren, doch der Wind hatte irgendwie keinen Bock  zu wehen (mal was ganz Neues) und so ging es nach ein paar Stunden rum treiben in den Hafen zurück. Am Nachmittag wurden die Sieger geehrt und am Abend wurde ein Feuerwerk abgebrannt, dass so teuer war, dass man locker drei Wochen in der Präsidentensuite im Maritim residieren hätte können.

Im Großen und Ganzen kann Folgendes sagen: Der Wind hatte Sommerferien, Bescheidene Rennen unsererseits, Schönes Wetter (bloß nur nicht zum Segeln), Schöne Ferien.

Nächstes Jahr wird’s Besser!

Jeronimo Landauer (mit Joris Maerevoet)

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