Als TSC'er haben wir die letzten Jahre immer interessiert die Wochen des Schnuppersegelns wahrgenommen und uns über die gute Resonanz mit den Verantwortlichen und engagierten Helfern gefreut. Aber wenn man dann das eigene Kind anmeldet, guckt man doch überall zweimal hin. So erging es uns in diesem Sommer, als wir mit Benita sprachen, ob sie Lust hätte am Schnuppersegeln in den Ferien  teilzunehmen. Noch sehr vorsichtig kamen, je näher der Termin rückte, viele Fragen wie: „Muss ich da wirklich auch schlafen?“ und „Kenn ich denn da jemanden?“. Wir machten ihr Mut und die Tatsache, dass ihr Schulfreund Max dann auch zusagte daran teilzunehmen, stabilisierte sich ihr mulmiges Gefühl im Bauch ein kleines bisschen. Dann war es endlich soweit.

Auch Holger und ich bekamen, als wir Sonntag Abend ihre Sachen packten, eine Menge von dem mulmigen Gefühl im Bauch ab. „Ist sie nicht doch noch zu klein?“ „Hoffentlich bekommt sie kein Heimweh!“ Aber dann – Montag früh - der Sommer zeigte sich nicht nur an diesem Tag von seiner allerbesten Badeseite – für alle Beteiligten schon mal die Halbe Miete.  In der ersten Woche waren die Kinder jeden Tag von 10.00 bis 17.00 Uhr im TSC. Familie Girle kochte täglich für sie ein kindgerechtes, leckeres Mittagessen und ansonsten warteten viele Aktivitäten. Als wir Benita an dem ersten Tag abholten, sahen wir schon, dass war genau das richtige für sie. Erste Bekanntschaften – viele Spielerlebnisse, nasse Badesachen und vor allem ausreichende und liebevolle Betreuer strahlten über einen gelungenen Start. Erste „Segel“- oder besser im Opti-Sitz-Versuche führten Benita dazu nach 2 Tagen zu verkünden „ Papa, segeln kann ich auch schon“. Huddel fahren, viel baden, basteln und Spiele in der Gemeinschaft machten ihr viel Spaß – so verging die erste Woche im Flug und alle waren glücklich. Die zweite Woche begann dann mit der großen Übernachtungstasche, Riesenkuscheltier und der ersten großen Exkursion – eine Woche ohne Eltern und Geschwister. Uns war wieder mulmig – aber Benita drehte sich nicht einmal mehr um als sie in ihre Gemeinschaft kam – ein gutes Zeichen und das Ergebnis einer schönen ersten Woche. Als wir von Nicki hörten, was alles für die zweite Woche geplant war, staunten wir nicht schlecht: Montag kam das Polizeiboot und wurde den Kindern in kleinen Gruppen erklärt und vorgeführt, Dienstag ein Besuch bei der DLRG mit praktischen Übungen zur Rettung, Mittwoch Besuch beim Förster und eine Nachtwanderung, Donnerstag Abschiedsgrillen - das ist ja ohne Segeln und Baden schon eine tolle Erlebniswoche.

Hut ab vor dem Engagement und Einsatz und der Freundlich- und Fröhlichkeit aller Betreuer. Einer hat sogar 2 Wochen Urlaub geopfert um, wie auch alle anderen,  als jederzeit bereiter Ansprechpartner  und Löcher-in-den-Bauch-Frage-Opfer für Kinder und auch (zu viel besorgte) Eltern immer nett und hilfsbereit zur Seite zu stehen. Für Benita war das ein supertolles Erlebnis und es hat ihr ein nettes Verhältnis zur Jugend und zu den Junioren in unserem Verein verschafft. Ihr Schulfreund Max hat in der Schule soviel geschwärmt, dass schon 3 Mütter bei mir angerufen haben, um ihre Kinder für das nächste Jahr anzumelden.

Also, macht bitte weiter so!! Vielen Dank – auch im Namen aller Eltern der Schnuppersegelteilnehmer 2003. Ihr habt unseren Kindern soviel schöne, nette und harmonische Ferientage geschenkt. Uns Eltern gabt Ihr das Gefühl, dass sie bei Euch wunderbar aufgehoben sind.

Sabine Falkenberg

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