Mitfeiern, Mitfiebern, Mitleiden

Liebe Partner, Freunde und Fans,

die Worte der Überschrift beschreiben ganz gut was diese Saison so alles passiert ist. Wir hatten unglaublich spannende Regatten in diesem Jahr. Gefeiert haben beim souveränen Worldcupsieg auf Mallorca. Mitgefiebert beim erkämpfen des Vize-Europameister-Titel in Aarhus/ Dänemark und nun mitgelitten bei der diesjährigen Weltmeisterschaft.

Die WM 2013 war ein sehr gut besuchter Wettkampf. Es waren 96 Männerteams und 50 Frauenteams am Start. Somit ein Rekordteilnehmerfeld von 146 Schiffen. Geplant waren 6 Tage Racing mit einem insgesamt sehr schwierigen und unübersichtlichen Format. Um es kurz zu machen: 3 Tage Qualifikation, 3 Tage Finalserie mit jeweils 3-4 Rennen pro Tag.

2013 49 14Unsere Vorbereitung für dieses Event bestand aus einem Training letzten Dezember, um das Revier kennenzulernen und der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung vom 6.9.-22.9. Nach einem Monat Pause (Erik beim Youth America's Cup, Thomas Deutsche Meisterschaft mit dem Bundestrainer) sind wir sehr zügig wieder in ein gutes Zusammenspiel gekommen und waren nach unseren Vorleistungen in diesem Jahr guter Dinge auch hier in Marseille einen großen Schritt nach vorne machen zu können.

Wie war nun die Regatta?

Die Regatta fing gut an. Wir hatten einen guten Speed und auch in engen Situationen waren wir wach. Nach den ersten zwei rennen stand ein 10. und ein 2. zu Buche. Leider hatten wir im ersten Rennen einen zu frühen Start und der 10. wurde zu einer Disqualifikation (35.). Soweit kein Beinbruch... "Wir haben ja noch unseren Streicher (die schlechteste Wettfahrt wird gestrichen) und damit sind wir zurück im Spiel", so Erik. Am zweiten Regattatag ging es gut weiter. Wir runden nach einem guten Start die erste Bahnmarke an Rang 6, fahren zur nächsten Tonne und plötzlich nimmt uns ein entgegenkommendes Team die Vorfahrt und es folgt ein heftiger Zusammenstoß. Drei Boote waren in diesen Crash involviert und für einige Minuten verkeilt. Nachdem wir wieder frei gekommen sind waren wir mit Abstand letzter und konnten uns noch ein einen 21. Platz in Ziel retten. Normalerweise würde man nun denken 15 Punkte, das ist doch nicht so schlimm.... doch, in diesem Fall leider schon. Diese Punkte haben uns 23 Plätze im Gesamtklassement gekostet und somit vom Goldfleet ins Siberfleet befördert. Das polnische Team, der Kollisionsgegner, hat sich natürlich direkt entschuldigt und war aufgrund der großen Auswirkung sehr betroffen. Glücklicherweise hat das Sailing Team Germany den deutschen Team einen Bootsbauer mitgegeben, wodurch wir das Boot über Nacht wieder in Schuss bringen konnten.

2013 49 15Den Rest der Regatta haben wir versucht so konstruktiv wie möglich zu nutzen, haben nach dem Rückschlag auch wieder gut zurück gefunden und sind sogar als Lucky Loser vor dem letzen Tag ein Fleet aufgestiegen.

Gesamtfazit:

Wir hatten Super Wettkämpfe in diesem Jahr, nun Einen mit etwas Pech. Wir sind natürlich etwas frustriert, dass es gerade die WM erwischt hat, doch manchmal kommt es eben anders, als wie man denkt ;-)

Wie geht es weiter?

Ende Oktober werden wir in Santander (wm Revier 2014) trainieren. Danach gehen wir die ersten zwei Novemberwochen in Kiel aufs Wasser, schaffen die Grundlagen in unserem Fitnessprogramm und werden Mitte November nach Rio reisen, um das Olympiarevier 2016 kennenzulernen. In Rio wird sich die internationale Spitze versammeln und eine Regatta austragen.

Wir werden euch auf dem Laufenden halten und das nächste Mal wird wieder mitgefeiert!

Bis dahin

All the best Erik & Tomi

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