Ein Test auch für uns...

2014 49er 13Mit einem sechsten Platz im Gesamtergebnis schauen wir auf sechs erfahrungsreiche Regattatage zurück. Auf dem olympischen Revier sind wir gegen die zwei besten Teams jeder potentiell teilnehmenden Nation für Rio 2016 gesegelt. Besonders und neu war es für uns, dass wir dabei von Beginn an gegen nur 18 weitere Teams gesegelt sind. Es gab keine Fleetraces und keine Unterteilung in Gold- und Silberfleet. Nur die drei Medelraces fanden wie gewohnt statt.

Nicht nur der Veranstalter hat seine Abläufe geprobt, auch wir haben getestet und neue Erfahrungen gesammelt. Bereits am ersten Regattatag sind wir mit einem anderen Boot kollidiert und mussten innerhalb einer Wettfahrt unsere Saling wechseln. Die daraus resultierende Protestverhandlung haben wir gewonnen und bekamen eine Wiedergutmachung.  An einem weiteren Tag haben wir vergessen uns auszutragen, was aus Sicherheitsgründen essentiell ist und bei Missachtung mit einer Punktstrafe belegt wird. Dieser Fehler unterläuft fast jedem Segler in seiner Karriere ein einziges Mal, wir sind froh, dass wir unser einziges Mal nun abhaken können.  Besonders ärgerlich wäre es, da häufig ein Punkt über Sieg und Niederlage entscheiden kann.

2014 49er 14Im Verlaufe der nächsten Tage haben wir uns immer weiter gesteigert und sind von Platz 12 auf Platz 6 vorgesegelt. In den Medalraces konnten wir erneut eine Platzierung aufholen und sind mit den Ergebnissen 3,8 und 2 sehr zufrieden. Ohnehin wird es immer deutlicher, dass wir in den Rennen der besten Zehn immer sicherer und routinierter werden. War es zu Beginn der Saison noch ein kleines Manko, zählt es jetzt zu unseren Stärken. Dennoch zeigten uns die Tage im schönen Rio de Janairo, dass wir noch Luft nach oben haben und mit unserer Entwicklung noch lange nicht am Ende sind.

Das Flair vor Ort war unbeschreiblich. Alles war bereits abgesperrt und man bekam einen Eindruck wie es in zwei Jahren hier aussehen könnte. Die tägliche Kokosnuss auf dem Weg zum Venue hat dieses Gefühl noch versüßt. Ein Besuch in einem Favela hat uns einen Einblick in das Leben der Brasilianer ermöglicht. Die Sambaparty am Tag nach der Veranstaltung zeigte uns dann auch wie viel Spaß sie am Tanzen haben. Auch das Zusammenleben mit den anderen deutschen Top-Teams war für uns sehr spannend. Wir haben uns nicht wie gewohnt in unserer Trainingsgruppe bewegt, sondern haben neue Eindrücke aus den Perspektiven anderer Top-Segler erhalten. Unter dieser Idee fand dann auch täglich eine moderierte Besprechung aller Sportler statt.

2014 49er 15Alle Impressionen und Erlebnisse dieser tollen zehn Tage haben große Lust auf mehr gemacht. Wir werden alles geben um 2016 Deutschland bei den Olympischen Spielen zu vertreten. Als ersten Schritt dahin möchten wir bei der WM in Santander die Nationenqualifikation für Deutschland ersegeln. Drückt uns die Daumen, im Sepember ist es soweit.

Viele Grüße
Erik & Tomi

 

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