2019 49er 05

4. Platz bei der EM!

Bericht zur Europameisterschaft der 49er im südenglischen Weymouth / Portland.

Liebe Kameraden, Partner und Freunde,

beim Eurocup, dem Trofeo Princesa Sofia auf Mallorca, belegten wir den 13. Platz von über einhundert 49er-Teams. Trotz der historisch hohen Teilnehmerzahl waren wir mit unserem Ergebnis nicht zufrieden, aber umso sicherer, dass wir für die anstehende Europameisterschaft im Mai noch mindestens eine Schippe drauflegen wollten.

2019 49er 06In den folgenden vier Wochen ging es für Erik sofort wieder nach Kiel und voll in sein Medizinstudium für die Vorbereitung des im August anstehenden Physikums.

Thomas hat währenddessen seine bereits auf Mallorca gesammelten Ideen für die anstehende Masterarbeit zum Abschluss seines Maschinenbaustudiums mit seinen Betreuern an der TU Berlin und dem FES (Institut zur Forschung und Entwicklung von Sportgeräten) weiterentwickelt.

In der zweiten Maiwoche reisten wir zur Europameisterschaft nach Weymouth, Südengland an. Aufgrund der universitären Verpflichtungen blieb uns nur eine sehr kurze Vorbereitungszeit von drei Trainingstagen bis zum Start in die Regatta.

2019 49er 07Schon vor der Abreise verhieß der Wetterbericht für die Europameisterschaft keine einfachen Bedingungen: 12°C und mindestens stramme 5 Windstärken. Wir packten zusätzliche Neoprenanzüge ein. Zurück auf dem Wasser stellte sich jedoch sofort das „Endlich-wieder-Segeln-Gefühl“ ein, was die eingefrorenen Hände und Füße schnell vergessen ließ.

So starteten wir mit einem gutem Gefühl, fast perfekter Vorbereitung und unserem Material-Setup vom Weltcupsieg in Miami in die Regatta. Vor uns sollte die zehrendste Regatta, die wir je gesegelt sind. Das lag neben den Bedingungen auch an den insgesamt 21 Rennen in 7 Tage.

Die Qualifikationsserie (10 Rennen an den ersten 3 Tagen) lief gut. Bei über 90 Teilnehmern verteilt auf drei Gruppen ist es für einen Einzug in das Goldfleet rein rechnerisch aber auch notwendig, in den einzelnen Quali-Rennen durchschnittlich mindestens einen 5. Platz zu segeln. Das gelang uns, so dass wir an 10. Position in die letzten vier Tage starteten.

Besonders hart war sicherlich der 2. Tag, an dem wir bei hoher Welle in zwei Rennen kenterten, uns aber wieder gut nach vorn kämpften.

2019 49er 08Die Wind- und Wellenbedingungen im Finale waren ruhiger, dafür stiegen die taktischen und strategischen Herausforderungen um ein Vielfaches. Die überwiegend ablandigen Winde forderten unsere volle Konzentration. In dem Feld der 25 besten Teams wird jeder falsche Entscheidung mit sehr hohen Platzierungen bestraft. Die Kunst besteht darin, konservativ mit guter Bootsgeschwindigkeit im Feld mitzuschwimmen und jede noch so kleine Windveränderung zum eigenen Vorteil zu nutzen.
Genau das haben wir so gut umgesetzt, dass wir vor dem letzten Rennen auf einem guten 5. Platz lagen, der aufgrund der Punktabstände nach vorn zwar nicht mehr zu verbessern, nach hinten aber noch nicht abgesichert war. Verständlicherweise waren wir auch gar nicht so traurig, dass das Medal Race als letztes Rennen in Ermangelung an Wind dann nicht mehr stattfand.

Am Ende steht also der 5. Da unser Freund Peter Burling die Regatta zwar gewonnen hat, als Neuseeländer für die EM aber nicht gewertet wird, verpassen wir als 4. Europäer und bestes deutsches Team knapp das Podium. Das ist definitiv schade, aber wir wissen wo unsere Stärken und Potentiale liegen, denn am Ende beinhaltet dieses Ergebnis trotz wenig Vorbereitung und Kenterungen in drei Rennen auch fünf Rennsiege, also exakt ein Viertel aller Rennen!

Für uns bringen die nächsten Wochen eine Mischung aus Studium und Training.
Wir freuen uns, viele von euch bei der Kieler Woche wiederzusehen!

Viele Grüße

Thomas und Erik

 

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