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Liebe Freunde,

wir befinden uns gerade auf dem Rückweg vom zweiten Weltcup für dieses Jahr und wollen euch gerne von den durchaus prägenden Geschehnissen der vergangenen Wochen berichten.

Wie war es beim Weltcup?
Am Dienstag vor zwei Wochen haben wir uns von Palma de Mallorca auf den Weg ins beschauliche Hyères an der Côte d'Azur gemacht. Bis zum Beginn der Regatta waren noch fünf Tage Zeit, um sich auf dem Revier einzusegeln und ein paar Trainingsrennen mit der internationalen Konkurrenz zu fahren. Im Hafen war es sehr voll; 80 Männer und gut 40 Damenteams mussten Platz finden. Die Wartezeit bis zu Sliprampe, um das Boot ins Wasser lassen zu können betrug morgens fast 20 Minuten. Wir haben uns täglich für eine längere Trainingseinheit entschieden und uns erst gegen Mittag aufs Wasser begeben. So war dann auch mal Zeit für eine Wakeboard- oder Kitesession.

2014 49er 06Unser Ziel für den Wettkampf war die Umsetzung der aus dem Weltcup auf Mallorca gelernten Erkenntnisse. Dort hatten wir bei Starkwind zu große Defizite in der Bootsbeherrschung und Feldtaktik. Unter dem Motto „It's easy, don't be dreamers" (Zitat Tytus Konarzewski, Nachwuchstrainer 49er) wollten wir in Hyeres feststellen, wie gut wir fahren, wenn wir einfache, aber rechtzeitige Entscheidungen treffen und uns Feldtaktisch eher defensiv verhalten. Am Start jedoch wollten wir uns immer an der besten Position durchsetzen, um strategisch gleich richtig unterwegs zu sein.

tsc taufe 2014 01tsc taufe 2014 02Es war schon erstaunlich, was sich da so an Gästen und Honoratioren auf dem Gelände des TSC tummelte. Selbst der höchste Pirat, der Admiral-Pirat – oder wie nennt man den flotten Anführer bzw. Flottenanführer einer zur See fahrenden Gruppierung? Jedenfalls war er in Uniform klar zu erkennen an den zwei Augenklappen und dem Admiralsstern; als Zivilist allerdings kaum von den anderen Menschen im TSC zu unterscheiden. Was so ‚ne Uniform doch ausmacht! Sein Kommen diente schon einem besonderen Zweck: wollte er doch den Nachwuchs seiner Zunft begutachten und vor allem die Erweiterung seiner Flotte in Augenschein nehmen.

tsc taufe 2014 03tsc taufe 2014 04Dieses Ereignis war so hoch angesiedelt, dass aus den Tiefen des Wassers und den Höhen des Windes jeweils die Chefs ebenfalls angereist waren. Da sie sich nicht einigen konnten, ob sie per Wolke oder per Delfin anreisen, wählten sie den Slippwagen. Aber die dann folgende Zusammenarbeit klappte vorbildlich, obwohl ihr gemeinsames Auftreten ein absolutes Novum in der TSC-Geschichte war.

Ebenfalls in Uniform erschien der Präsident. Der hatte wenigstens eine Nixe mitgebracht.

Liebe Freunde, Fans und Unterstützer!

2014 49er 04Der erste Weltcup des Jahres in Europa ist mit der Princess Sofia Trophy in Mallorca erfolgreich über die Bühne gegangen.

Wir blicken auf einen spannenden Wettkampf, an dem über 55 Nationen teilgenommen haben! Dementsprechend war das Feld dieses Jahr extrem stark und sogar noch hochrangiger als bei der gleichen Regatta im letzten Jahr.

Alle Teilnehmer, die auch bei einer Weltmeisterschaft dabei wären, waren auch hier am Start. Insgesamt also ein super besetzter Wettkampf!

Für uns war diese Regatta der Einstieg in die Saison 2014.

Trotz unserer Vorbereitung in den letzten Wochen hatten wir anfangs einige Probleme, uns in den Wettkampf einzufinden. Es schien, als würde uns das extrem große Feld von anfangs 43 Teams taktisch überfordern. Nach und nach konnten wir jedoch glücklicherweise wieder zu unserer Leistung finden, sodass wir uns dann doch gut im Wettkampf behaupten konnten.

verlesen zum Stiftungsfest am 08.03.2014

Eines Tages im Frühling, so im März, fernab von TSC, wandere ich mit meinem Kumpel durch nord-deutsche Landschaften. Es war sehr -GERLINDES- äh -SCHÖNES- Wetter.
Auf einmal sah ich einen Hügel. Ich sag so zu meinem Kumpel „Ey auf den -BERG-MANN- da -WILL- ich rauf".
Und als wir so den -BERG-ER- gehen, und ich kann euch sagen, der war ganz schön -GROSS-MANN-‚ sah ich einen Raubvogel seine Kreise ziehen und taufte ihn daher auf den Namen -FALKENBERG-.
Oben angekommen machten wir erst einmal Rast und wuschen uns in einem mit erfrischendem, kaltem Wasser gefüllten -ZUBER-.

Als Gedicht des Monats März habe ich die Ballade „Nis Randers" von Otto Ernst (Schmidt) gewählt. Das soll zu Beginn der Saison eine Hommage an die vielen ehrenamtlichen Seenotretter sein. Gleichzeitig verbinden sich damit Jugenderinnerungen bei mir. Wir haben die Ballade in der Schule gelernt. Doch beim Aufsagen stolperte ich über die schier unüberwindliche sprachliche Hürde: „Sagt's Mutter, 's ist Uwe!" Zum dritten ist Otto Ernst, wie er sich später nannte, Lehrer gewesen. Einer jener Lehrer, die nicht nur 26 oder 28 Stunden unterrichten.
Otto Ernst Schmidt lebte von 1862 - 1925 in Hamburg. Unterrichtete, war Schriftsteller, Bühnenautor und Gründer der „Literarischen Gesellschaft". In Groß-Flottbeck ist die Straße, in der er lebte und wirkte nach ihm benannt worden.

Nis Randers

Krachen und Heulen und berstende Nacht,
Dunkel und Flammen in rasender Jagd -
Ein Schrei durch die Brandung!

Und brennt der Himmel, so sieht man's gut.
Ein Wrack auf der Sandbank! Noch wiegt es die Flut;
Gleich holt sich's der Abgrund.

Nis Randers lugt - und ohne Hast
Spricht er: "Da hängt noch ein Mann im Mast;
Wir müssen ihn holen."

Da fasst ihn die Mutter: "Du steigst mir nicht ein:
Dich will ich behalten, du bliebst mir allein,
Ich will's, deine Mutter!

Dein Vater ging unter und Momme, mein Sohn;
Drei Jahre verschollen ist Uwe schon,
Mein Uwe, mein Uwe!"

Nis tritt auf die Brücke. Die Mutter ihm nach!
Er weist nach dem Wrack und spricht gemach:
"Und seine Mutter?"

Nun springt er ins Boot und mit ihm noch sechs:
Hohes, hartes Friesengewächs;
Schon sausen die Ruder.

Boot oben, Boot unten, ein Höllentanz!
Nun muss es zerschmettern ...! Nein, es blieb ganz ...!
Wie lange? Wie lange?

Mit feurigen Geißeln peitscht das Meer
Die menschenfressenden Rosse daher;
Sie schnauben und schäumen.

Wie hechelnde Hast sie zusammenzwingt!
Eins auf den Nacken des andern springt
Mit stampfenden Hufen!

Drei Wetter zusammen! Nun brennt die Welt!
Was da? - Ein Boot, das landwärts hält -
Sie sind es! Sie kommen! - -

Und Auge und Ohr ins Dunkel gespannt...
Still - ruft da nicht einer? - Er schreit's durch die Hand:
"Sagt's Mutter, 's ist Uwe!"

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