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Bericht zur Weltmeisterschaft 2019 in Auckland Neuseeland

Liebe Partner, Freunde und Fans,

2019 49er 16im November hatten wir Euch den Beginn unserer Olympia-Ausscheidung bei der Weltmeisterschaft in Auckland in der ersten Dezember-Woche angekündigt. Und das mit den Worten „Es geht wieder in die heiße Phase“. Dass es im WM- und America’s-Cup-Revier vor Auckland für uns dann aber nach der Studienpause und dem Wiedereinstieg in unsere zweite Olympia-Kampagne erst vor wenigen Monaten gleich so heiß zur Sache gehen würde, das haben wir nicht vorhersehen können. Auch nicht, dass wir Teil einer spektakulären Segel-Woche und eines Thrillers im Finale sein würden. Diese WM bleibt für uns unvergesslich! Wir sind mit WM-Silber und 30 Punkten auf dem Qualifikationskonto für Olympia 2020 aus Down Under zurückgekommen! Das bedeutet zwar noch keine Vorentscheidung in unserem Kampf um nur ein deutsches 49er-Ticket nach Enoshima, aber es ist ein Meilenstein, der uns für die ausstehenden zwei Ausscheidungs-Regatten beflügelt.

2019 49er 17Wir haben uns in Neuseeland von Beginn an sehr wohlgefühlt. Im Land der langen weißen Wolke, wie die Ureinwohner Maori es nennen, schlagen die Herzen ganz laut für den Segelsport. Dort hängen die Bilder von Segelstars in Supermärkten, der Segelsport ist ein Nationalsport und es gibt mehr Boote als Autos. Zu unserer Form haben schon im Vorfeld der WM viele Faktoren beigetragen. Allen voran unser starkes Betreuer-Team vor Ort mit Bundestrainer Marc Pickel und Frithjof Schade, denen wir großen Dank aussprechen möchten. Wir haben in Auckland einen wunderbaren Monat lang bei einer warmherzigen und segelsportbegeisterten Familie gelebt, die uns für diese Zeit außergewöhnlich herzlich aufgenommen hat. Und natürlich waren auch unsere Trainingspartner Justus Schmidt/Max Boehme sowie die Spanier Diego Botin und Iago López Marra dabei, mit denen wir uns in den Wochen vor der WM intensiv auf diesen Jahreshöhepunkt vorbereitet haben.

Liebe Partner, Freunde und Fans,

Es geht wieder in die heiße Phase.

Nach unseren Trainingslagern in Frankreich hatten wir eine fünftägige Pause um uns auf die Abreise nach Neuseeland vorzubereiten. Die Boote wurden bereits im September, teilweise sogar schon im August verschickt. Das Thema „Übersee Transport“ ist für uns immer sehr müßig und auch sehr aufwendig. Erstellung von Carnet Listen, Koordinierung mit Handelskammer und Zoll gehören mit dazu und sind mit Sicherheit nicht unsere beliebtesten Aufgaben. Diesmal gab es eine weiter Herausforderung. Unser neue Bootes „Gyde“ kam erst Anfang September und war damit zu spät um noch im regulär dafür vorgesehenen Container des DSV mitzureisen. Zwischenzeitlich gab es schon Gedanken das Boot zu fliegen, was jedoch immense Kosten verursachen würde. Letztendlich gelang es mit Hilfe von Dietrich Scheder und MACS Shipping eine Möglichkeit aufzutun, bei der das Boot noch pünktlich ankommt und trotzdem recht günstig transportiert werden kann. Vielen Dank an dieser Stelle für die Hilfe!

2019 49er 13Nun sind wir nach einer langen Reise in Neuseeland angekommen und versuchen uns an die neue Zeit zu gewöhnen. Es ist immer wieder ein Highlight in dieses Land zu reisen, denn neben der schönen Landschaft und den freundlichen Menschen merkt man direkt, dass segeln eine hohe Bedeutung hat. Sobald man das Flugzeug verlässt sieht man die ersten Werbeplakate von Partnern des Emirates Team New Zealand. Gleiches, wenn man in die Stadt fährt, oder einfach nur in Restaurants essen geht. Überall gibt es eine Verbindung zum segeln.

2019 49er 09Wir melden uns zurück aus einem Sommer, der für uns eine ganz besondere Erfahrung war. Denn nach einer langen Zeit stand das Segeln für drei Monate nicht an Nummer eins unserer Prioritätenliste. Thomas hat seine Master Arbeit konzipiert und größtenteils umgesetzt. Erik war in das Medizinstudium vertieft und hat im August seine Physikumsprüfung abgelegt.

2019 49er 10"Uns war wichtig neben unserer seglerischen Tätigkeit auch beruflich etwas weiterzukommen." Bei den Prüfungen ist für Erik alles gut ausgegangen, Thomas hat das geschafft was er schaffen wollte und so können wir uns nun wieder voll und ganz auf die Olympia Kampagne konzentrieren.

Seit dem 3. September sind wir nun wieder auf dem Wasser unterwegs und hatten zu Beginn etwas mit der Kondition zu kämpfen. Da hat man dann doch die Monate vorm Schreibtisch gemerkt. Zunächst haben wir in Kiel angefangen mit dem Athletik Trainer vom DSV (Hans Peter Lange) unsere Grundlagen Fitness, sowie unsere Koordination zu trainieren. Zusätzlich waren wir täglich auf dem Wasser unterwegs und haben so die ersten zwei Wochen nach unserem Wiedereinstieg verbracht.

Inzwischen ist der Sommer nun merklich vorüber, die Segelsaison fast und die Paddelsaison, die wir seit letztem Jahr ebenfalls im TSC haben, nahezu auch. Zeit, um ein bisschen etwas über den Sommer zu schreiben!

Nachdem die Jugendabteilung im letzten Jahr acht Stand-Up-Paddleboards zur Ergänzung des Trainings und zur Überbrückung von Flauten gekauft hatte, ist der SUP-Sport auch ungeahnt positiv im gesamten TSC angenommen worden und viele Mitglieder haben ergänzend zum Segeln kleine oder größere Paddeltouren unternommen. Da liegt ja nichts näher, als das Ganze auch sportlich zu betrachten und einen Wettkampf zu veranstalten! Also wurde ein Termin gesucht, eine Ausschreibung gebastelt, das Rahmenprogramm und Preise organisiert.

2019 tsc sup cup 06Am 27. Juli, einem strahlend schönen Samstag mit ein bisschen zu viel Wind (eigenartig so etwas als Segler zu schreiben), waren dann 18 Teilnehmer am Start: 11 Starter in der Erwachsenenwertung und 6 in der Jugendwertung. 8 Boards vorbereitet, der Startpram verankert, ein Up-and-Down-Kurs in der Malche ausgelegt und die Getränke gekühlt. Nach einer kurzen Vorstellung der Regeln wurden dann die Gruppen für die Vorrunde ausgelost (Erwachsene 5 bzw. 6 und Kinder 3 Teilnehmer). In diesen Gruppen wurden dann jeweils 3 Rennen gefahren und daraus die Teilnehmer und Paarungen für die K.O.-Runde ermittelt. Bei den Kindern gab es dann ein Halbfinale, Rennen um Platz 3 und das Finale und bei den Erwachsenen wegen der größeren Teilnehmerzahl schon ein Viertelfinale.

Zur Jubiläumsregatta „20 Jahre WWW“ vom SCF-H traten in diesem Jahr 37 Frauen- Crews an – ein starkes Zeichen für gelebte Gleichberechtigung auf dem Wasser.

Dank Claudia Clabunde und Hannelore Vogel, die 1999 die Regatta ins Leben riefen, wurden Frauen ermutigt, den Männern mal die Pinne/das Steuer aus der Hand zu nehmen und selbst Boote bei einer Wettfahrt zu führen.

Heute ist die WWW zu einer Traditionsregatta für Frauen geworden, zwar nicht mehr die einzige, aber die erste!

Mona Küppers, DSV-Präsidentin hat das nach sorgsamer Recherche inzwischen auch erkannt, kam zur Siegereh-rung, begeistert, in so viele strahlende Frauengesichter blicken zu können und hat revidiert, was die Presse über den Helga-Cup in Hamburg verbreitet hat, von wegen die größte und einzige Frauenregatta weltweit…

Nun gut, was die Medienwirksamkeit angeht steht der Helga Cup besser da, aber tolle Bilder von den Segelcrews kann der SCF-H auch machen!

Die TSC-Frauen waren natürlich auch dabei und gingen in folgender Zusammensetzung an den Start:

Irmingard Mannl mit Heike Fontés und Christiane Duwe auf dem IF-Boot „Legende“ Andrea Schober mit Andrea Loth und Agnes Wehke auf dem H-Boot „Happy Hour“ und Jessica Jürgens mit Monika Berger, Kirsten Wuttig und Leonie Jürgens auf dem IF-Boot „Big Flash“. Ich habe Irmingard nicht gefragt, aber von den TSC-Frauen ist sie diejenige, die schon am längsten bei WWW dabei ist, wo sie doch ursprünglich vom SCF-H auf der idyllischen Insel Valentinswerder kommt.

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