Am 14. Februar fanden sich 20, teilweise unausgeschlafene, TSCer und einige „Zugereiste" im Saal des Clubs ein, um in einem zweitägigen Kurs ihre Kenntnisse in erster Hilfe auf den Stand der Technik zu bringen oder aufzufrischen.

Jutta und ich waren dabei, denn seit Urzeiten hatten wir nicht mehr an einer solchen Veranstaltung teilgenommen.

Und es hat sich gelohnt!

1.hilfe 2015 dlrgZwei DLRG-Ausbilder erklärten kompetent das Verhalten bei Not- und Unfällen. Das begann mit dem richtigen Verhalten am Unfallort. Wir lernten u.a. was die gelben Nummern am Gefahrguttransporter bedeuten und wohin diese Ziffern gemeldet werden müssen. Selbstschutz, Anwendung der richtigen Hilfsmittel, neue sichere Seitenlage, richtige Verwendung vorhandener Mittel und, und und...

Ich kann nicht alles aufzählen, was uns in den zwei Tagen geboten wurde.

Dazu gehörten auch praktische Übungen zu Herzmassagen und künstlicher Beatmung. Viel Neues!

Sehr wichtig war z.B. die Erklärung des AED, Abkürzung für Automatisierter Externer Defibrillator.

Der richtige Umgang mit dem Gerät kann im wahrsten Sinne des Wortes Leben retten. Und uns wurden auch Defizite an Hilfsmitteln im Verein aufgezeigt. Ich möchte für Jutta und mich Dank sagen an die DLRG-Experten und an Peter, der den Kurs organisiert hatte. Es war keine verlorene Zeit.

Wolfgang Hertel

Joseph Boys sagte einmal "Nur wer sich ändert, bleibt sich treu" Das gilt natürlich auch für den TSC, der sich ständig dem Neuen anpasst und damit meine ich nicht die sich ständig ändernden Winde auf unserer Heimatpfütze. Der TSC ist zwar ein traditionsbewusster und doch vor allem ein moderner Club mit modernen Ansichten und modernem Auftreten. Dazu gehört nicht nur das modern eingerichtete Herrenklo sonder auch ein state-of-the-art Web-Auftritt. Es ist unser Bestreben, hier nicht jeden Modetrend mitzugehen, doch das einzuführen, was nachhaltig ist und unseren Mitgliedern die Freude am Club und am Segeln steigert. Die Wetterseite des TSC und die beiden WebCams sind solche Highlights, die zur webbasierten Lebensqualität massiv beitragen, wie uns die Klickzahlen jeden Monat lebendig erzählen. Doch genau hier liegen auch die größten Probleme der Webseite.

Das Erbe des Ramsauers

Die Maut kommt! Unweigerlich bis 2018! Was auf der Straße wahrscheinlich nicht gelingen wird, weil Frau Bundeskanzlerin kategorische erklärt hat: „mit mir nicht!" wird nun auf den Wasserstraßen eingeführt. Doch leider fährt Frau Bundeskanzlerin nur Auto und nicht Boot. So wird die bayrische Schwesterpartei (um das Gesicht nicht zu verlieren?) die Maut auf den Wasserstraßen einführen.

(Zitat aus dem 5. Bericht des BMVBS an den Deutschen Bundestag zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) Kapitel 10.1 Nutzerfinanzierung:

Das bestehende System der Schifffahrtsabgaben wird auf der Grundlage des geplanten Bundesgebührengesetzes novelliert. Nach dem vorliegenden Entwurf des Bundesgebührengesetzes erfolgt die Gebührenbemessung auf der Grundlage der nutzungsbedingten Kosten. Die schifffahrtsbedingten Kosten der Wasserstraßenverwaltung sind nur ein Teil der entstehenden Gesamtkosten, weil - wie bereits ausgeführt - die Bundeswasserstraßen unterschiedlichen Nutzungen unterliegen. Zurzeit werden die schifffahrtsbedingten Kosten der Wasserstraßenverwaltung als Bemessungsgrundlage für die Novellierung des Gebührensystems ermittelt.

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

Johann Wolfgang von Goethe (in "Faust" I)

 

Als Gedicht des Monats März habe ich die Ballade „Nis Randers" von Otto Ernst (Schmidt) gewählt. Das soll zu Beginn der Saison eine Hommage an die vielen ehrenamtlichen Seenotretter sein. Gleichzeitig verbinden sich damit Jugenderinnerungen bei mir. Wir haben die Ballade in der Schule gelernt. Doch beim Aufsagen stolperte ich über die schier unüberwindliche sprachliche Hürde: „Sagt's Mutter, 's ist Uwe!" Zum dritten ist Otto Ernst, wie er sich später nannte, Lehrer gewesen. Einer jener Lehrer, die nicht nur 26 oder 28 Stunden unterrichten.
Otto Ernst Schmidt lebte von 1862 - 1925 in Hamburg. Unterrichtete, war Schriftsteller, Bühnenautor und Gründer der „Literarischen Gesellschaft". In Groß-Flottbeck ist die Straße, in der er lebte und wirkte nach ihm benannt worden.

Nis Randers

Krachen und Heulen und berstende Nacht,
Dunkel und Flammen in rasender Jagd -
Ein Schrei durch die Brandung!

Und brennt der Himmel, so sieht man's gut.
Ein Wrack auf der Sandbank! Noch wiegt es die Flut;
Gleich holt sich's der Abgrund.

Nis Randers lugt - und ohne Hast
Spricht er: "Da hängt noch ein Mann im Mast;
Wir müssen ihn holen."

Da fasst ihn die Mutter: "Du steigst mir nicht ein:
Dich will ich behalten, du bliebst mir allein,
Ich will's, deine Mutter!

Dein Vater ging unter und Momme, mein Sohn;
Drei Jahre verschollen ist Uwe schon,
Mein Uwe, mein Uwe!"

Nis tritt auf die Brücke. Die Mutter ihm nach!
Er weist nach dem Wrack und spricht gemach:
"Und seine Mutter?"

Nun springt er ins Boot und mit ihm noch sechs:
Hohes, hartes Friesengewächs;
Schon sausen die Ruder.

Boot oben, Boot unten, ein Höllentanz!
Nun muss es zerschmettern ...! Nein, es blieb ganz ...!
Wie lange? Wie lange?

Mit feurigen Geißeln peitscht das Meer
Die menschenfressenden Rosse daher;
Sie schnauben und schäumen.

Wie hechelnde Hast sie zusammenzwingt!
Eins auf den Nacken des andern springt
Mit stampfenden Hufen!

Drei Wetter zusammen! Nun brennt die Welt!
Was da? - Ein Boot, das landwärts hält -
Sie sind es! Sie kommen! - -

Und Auge und Ohr ins Dunkel gespannt...
Still - ruft da nicht einer? - Er schreit's durch die Hand:
"Sagt's Mutter, 's ist Uwe!"

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