Das 50. Hamburger Jugendseglertreffen war ein schönes Event, aber leider trug es auch ein paar schlechte Überraschungen mit sich. Da es im Verein keine Zeltplätze gab, schliefen Patrick und ich in einem Hostel. Am Freitagabend war noch nicht viel los, also gingen wir uns ein bisschen Hamburg anschauen.

Am nächsten Tag ging es aber auch recht zügig los. Am Start waren neben Piraten auch 420er, Optis, Teenys und Kutter. Am Anfang lief alles auch recht gut; wir hatten den fünften Platz sicher, aber dann in der letzten Wettfahrt am Samstag kam ein Dampfer, der nicht wirklich wusste wo er hin will, was darauf hinnaus lief dass wir mit Steuerbordbug zwischen dem Dampfer und einem Kutter waren, nirgendwo hinkonnten und zwölf Schiffe verloren. Am Samstagabend wurde Fussball geguckt und etwas gegessen.

Am Sonntag lief es bis zur letzten Wettfahrt auch wieder gut, doch dann ist während des Starts einer in uns reingefahren, wobei wir Vorfahrt hatten. Das war die Regatta dann für uns, wir hatten ein Faustgroßes Loch im Schiff und die Saison war bis Juli erstmal gelaufen.

Willem van der Wal & Patrick Stadler
Pirat RED PIRATE 4008

Am verg29er seglerhauspreis 2012angenen Wochenende 15./16.09.12 fand der traditionsreiche Seglerhauspreis beim VSaW statt. Im letzten Jahr zum ersten Mal für die 29er ausgeschrieben, konnten wir diesen Preis in den TSC entführen und mussten ihn natürlich für die diesjährige Regatta wieder hergeben. Aber eben nur kurz, denn nach der Siegerehrung konnten wir ihn gleich wieder mitnehmen.

Am Samstag bei guten Bedingungen von 3-5 bft mußten jedoch einige der Umsteiger schneller die Segel streichen, als erahnt. Einige haben sich aber respektabel durch die Bedingungen gekämpft. Bedingungen, wie wir sie mögen und so wurde von 5 Wettfahrten ein erster Platz gestrichen, das kommt auch nicht alle Tage vor.

Am Sonntag deutlich weniger Wind, aber segelbar und eitel Sonnenschein. Die verbliebenen Wettfahrten konnten in allen ausgeschriebenen Klassen absolviert werden und wir freuten uns über 7 Punkte aus 8 Wettfahrten und....

....dass die Ecke in der Vitrine des TSC ein weiteres Jahr mit dem Seglerhauspreis der 29er belegt bleibt.

Ergebnisse hier

2012 29er malenteErstmalig fand am 25./26.08.2012 das Summer-Race in Malente, am idyllischen Kellersee gelegen, statt. Wir kennen dieses Revier noch von den Teeny-Regatten, die auch immer in absoluter Wohlfühlatmosphere stattfanden. So auch diesmal, hatten sich doch Gunnar Asmus und sein Team in der Vorbereitung mächtig ins Zeug gelegt - mit Erfolg.

Fünf Wettfahrten waren geplant, 3 Samstag und 2 Sonntag, damit auch die "Berliner" pünktlich nach Hause kommen. Es gab segelbaren Wind, nicht viel, aber segelbar, und wir starteten mit den Plätzen 2 und 6. In der abschliessenden 3 WF am Samstag konnten wir auf der bevorzugten rechten Seite wegen eines Drehers gleich ohne Wende direkt bis zur Luv-Tonne durchfahren und waren knapp 2. Ohne Widerspruch wurde der Abbruch hingenommen. Bei der neuangesetzten 3.WF wählten wir dann auf Vorwind die falsche Seite, der Wind schlief ein und wir waren im ... Platz 15 war dann unser Streicher und wir standen zwischenzeitlich auf einem unbefriedigenden 7. Platz. Mit Platz 4 und und 3 am Sonntag konnten wir uns noch auf 4 vorarbeiten, punktgleich mit einem Kieler Team, die sich mit den starken Plätzen 1 und 1 am Sonntag noch vor uns geschoben haben.

Im polnischen Sopot an der Danziger Bucht wurden vom 13.-20.07.2012 die diesjährige Europameisterschaft der 29er ausgetragen. Nach dem wir uns im letzten Jahr nach der Quali in der Holzgruppe wiedergefunden haben, sollte in diesem Jahr mindestens das Bronce-Fleet erreicht werden. Wir wußten zwar, dass wir zu Beginn des Jahres nur wenig trainieren konnten, kamen aber nach den 29er-Tagen in Tegel, beim Pfingstbusch und der Kieler Woche immer besser in Schwung. Das sich die Familie durch die Fußball EM in den letzten Wochen wenig gesehen hatte, fuhren wir schon am 10. Juli nach Sopot, um uns einzuleben und noch etwas am Strand zu chillen. Der Segelclub zu Sopot ist ein 2005 völlig renovierter Club - einer der Größten Surfclubs in Europa - mit einer erstklassigen Infrastruktur.

Nach der 700 km langen Anfahrt wollten wir eigentlich nur das Boot abladen, als uns Ryszard mit seinem Gefährten Bari (Deutscher Schäferhund, aber lieb) begegnete, und uns einlud, unseren Klappi nebst Vorzelt gleich an Ort und Stelle aufzubauen. Wenn wir keinen Ärger mit den Offiziellen bekämen, würden wir das gerne tun. Ryszard klärte das an der Rezeption in seiner Muttersprache (da er über den Winter in Berlin-Schöneberg lebt, konnten wir uns vorzüglich verständigen) und deutete uns einen schönen Platz zwischen zwei Club-Katamaranen. Wir lernten ihn und seinen Sohn später noch näher kennen, eine polnische Surflegende und Mitbegründer dieses Club, damals noch mit einfachsten Mitteln. Das fällige Salär könnten wir morgen bezahlen - und so hatten wir einen vorzüglichen Platz direkt auf dem Gelände.

Im Rahmen der Travemünder Woche fand vom 22.-27.07.2012 die diesjährige WM der 29er statt. Wir kamen über Nacht zum 21. direkt und gut gelaunt von der EM mit einem Pokal in der Tasche in Travemünde an. Als das Camp am Grünstrand so langsam erwachte, konnten wir unser Boot abladen und unseren Klappi entfalten. Sagenhafte 217 Teams aus 24 Nationen hatten gemeldet - Rekord-WM. Viele 29er-Segler fieberten dieser WM entgegen, manche stiegen nach langer Wettkampfpause noch einmal auf ihr Skiff, nur um dabeizusein. Eigentlich konnten wir mit dem schönen Erfolg bei der EM befreit aufsegeln, die Windvorhersage für die Qualitage mit leichten Winden ließ nichts gutes erahnen. Wenig Wind liegt uns einfach nicht, daran müssen wir arbeiten, und dann noch diese Kabbelwelle aus Wind und Strömung... :-(

Das Chaos fing schon beim Practice-Race an: alle segelten, wo sie gerade Bock hatten, keiner auf seiner Bahn, Start und Ziellinien galten nicht und die Trainer hatten auch keine Ahnung. Jeder macht was er will, aber alle machen mit das kann ja heiter werden.

Mit (47)-33-32 und zusätzlich noch Chrash und Bruch, der über Nacht repariert wurde, fingen wir reichlich desorientiert an. Am zweiten Qualitag segelten wir mit (35)-28-21 etwas, aber nicht viel besser. Mit dem Ziel, die WM zweistellig zu beenden, fanden wir uns auf Platz 137 wieder. Das mußte ja nun wirklich nicht sein.

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