Nach fünf Jahren aktive J24-Szene mit Avalancha blicken wir zurück auf eine wunderbare Zeit. Es gab Höhen und Tiefen... sich zu finden ist nicht immer einfach. Besonders dann, wenn man aus einer Ein- oder Zweihandklasse kommt, ist aller Anfang schwer. Wir haben uns gefunden, erreichten persönliche Ziele und haben nie den Spaß aus den Augen verloren.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmal bei allen Mitgliedern des Tegeler Segel-Clubs für die Unterstützung dieses Projekts bedanken. Wir wissen den Einsatz einzelner Personen sehr zu schätzen und danken Ihnen, dass sie uns immer wieder an geeigneter Stelle mit Ihren Taten und Worten unterstützt und motiviert haben.

2016 49er 01Unser Olympia-Jahr hat begonnen!

Neue Saison, neue Herausforderungen

Das Jahr 2015 war einfach fantastisch! Wir lieferten mit insgesamt fünf Medaillen unsere bislang beste Saison ab. Besonders geprägt haben uns die Pre-Olympics in Rio mit Bronze, der Weltcup in Frankreich ebenfalls mit Bronze und die „Princess Sofía Trophy“ auf Mallorca, bei der wir als Zweite so dicht wie noch nie an die Überflieger unserer Bootsklasse, die Neuseeländer Peter Burling/Blair Tuke, herankamen. Mit dem 5. Platz bei der Weltmeisterschaft in Argentinien schlossen wir ein wirklich grandioses Jahr erfolgreich ab.

Die Saison war extrem lang und die kommende wird noch intensiver, sodass wir uns dazu entschieden, die ersten zwei Januarwochen Pause zu machen und die Zeit mit Fitnesstraining in der Heimat zu verbringen. Jetzt ist das Olympia-Jahr endlich da. Wir blicken gespannt auf die nächsten Monate, die unvergesslich werden sollen. Alles begann letzte Woche mit der WM in Florida…

WM Florida – Was für eine mördermäßige Welle!
Top 10 bestätigt, aber noch Luft nach oben…

Bei strahlendem Sonnenschein und guten Windbedingungen (3-4 Bft) wurde am letzten Samstag, dem 12.09.2015, das angekündigte Laser Match-Race in der Malche ausgetragen. Es hatten sich 13 Personen angemeldet, darunter 11 Teilnehmer aus dem TSC und jeweils 1 Teilnehmer aus dem CNFT und JSC. In der Vorrunde wurde in 4 Gruppen (A-B-C-D) gesegelt, insgesamt 15 Rennen. Die Gruppeneinteilung wurde ausgelost. Immer zwei Teilnehmer jeder Gruppe konnte sich für das 1/4-Finale platzieren . Die Paarungen für das 1/4-Finale wurden ebenfalls ausgelost. Somit fanden vier Rennen statt, die Gewinner kamen jeweils ins 1/2-Finale. Es folgten Rennen jeder gegen jeden, bis die Platzierten für das kleine und große Finale ermittelt waren. Im kleinen Finale segelten Florian Schober und Jan Regis Fontés gegeneinander, im großen Finale traten Thomas Plößel und Sebastian Salein (CNFT) an.

Am Ende des Tages wurden folgende Platzierungen ermittelt:

1.    Platz:  Thomas Plößel
2.    Platz:  Sebastian Salein
3.    Platz:  Jan Regis Fontés
4.    Platz:  Florian Schober

Für alle Interessierten stellen wir die Ergebnisliste aller 27 Rennen zur Verfügung, sowie Bilder aus den Wettfahrten.

Wir danken den zahlreichen Zuschauern, die das Rennen über die vielen Stunden mit Ihrer Unterstützung an Land  begleitet haben und natürlichen unserer Wettfahrtleitung.

Robert Frantzheld

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Eine (fast) perfekte Generalprobe

2015 49er 14Endlich war es soweit, wir konnten auf dem olympischen Segelrevier gegen die 20 besten Teams der 20 besten Nationen antreten und erste Eindrücke sammeln, wie es 2016 bei den Olympischen Spielen ablaufen könnte. Für den Veranstalter war es eine Art Generalprobe um alle Prozesse durchzuspielen und mögliche Probleme zu identifizieren. Alles war exakt wie es in genau einem Jahr sein wird.

Anders als gewohnt gab es durchweg nur ein Feld ohne weitere Unterteilung in Gruppen und wir segelten auf den selben Regattabahnen. Auch der Zeitplan würde identisch sein. Obwohl die jährliche Windstatistik für August er laue Bedingungen vorhersagt, erwarteten uns 6 spannende Tage mit frischem Wind.

Unser Einstieg verlief wie bereits öfter in dieser Saison schleppend. Wir starteten mit durchwachsenen Ergebnissen in die Serie und beendeten den ersten Tag nur an Position 14. Wohlwissend dass wir in der Lage sind aus solchen Situationen zu wachsen, gingen wir motiviert in den zweiten Regattatag. Und bei anspruchsvollen Segelbedingungen ist dann auch endlich der Knoten geplatzt, wir sind zu unserer alten Form zurückgekehrt! Wir bewiesen ein gutes Auge und fuhren mit 1, 3 und 3 auf Platz 5 des Gesamtklassements vor.

Die erste Entscheidung für Rio 2016

2015 49er 12Vor ein paar Tagen haben wir unsere erste Ausscheidungsregatta für die Olympischen Spiele 2016 beendet. Mit einem 8. Platz in der Gesamtwertung und als 6. Europäisches Team ersegelten wir in Porto zwar ein gutes Ergebnis, für unsere Qualifikation für Rio 2016 ist es jedoch noch nicht ausreichend. Daher haben wir unseren Urlaub erst einmal auf uns zu kommen lassen, einiges verarbeitet und möchten euch nun, etwas später als gewohnt, von der Regatta berichten.

Jetzt sind wir schon so lange dabei und immer wieder stehen wir vor neuen Herausforderungen. Routine und Erfahrungen sind so wichtig, aber man darf nie seine Flexibilität für neue Situationen verlieren. Bereits der erste Regattatag lehrte uns das, denn wechselhafte Bedingungen und Geschwindigkeitsprobleme erschwerten es uns, unsere Stärken gezielt auszuspielen. Wir starteten mit vier nicht zufriedenstellenden Ergebnissen in die Regatta.

Am zweiten Tag erkämpften wir uns dann zwar drei sehr gute Ergebnisse, aber die Top Ten blieben noch in weiter Ferne. Unsere Speedprobleme hatten wir mittlerweile in den Griff bekommen, aber die schwierigen Bedingungen ließen uns einfach nicht richitg in Tritt kommen. Wir verbesserten uns zwar ständig, aber den schlechten Einstieg konnten wir bis zum Schluss nicht vollständig ausbügeln.

Hinzu kam am Abend des 4. Tages noch ein nervlich stark belastender Protest durch die Wettfahrtleitung gegen uns und das 49er FX Team Victoria Jurczok und Anika Lorenz. Unsere Gennakerbäume wurden aufgrund einer falschen Lackierung als regelwidrig eingestuft. Uns fiel ein großer Stein vom Herzen als wir erfuhren, dass es bei einer Verwarnung blieb. Eine Disqualifikation hätte uns in der Olympiaqualifikation sehr weit zurück geworfen.

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